Bauingenieure sehr gefragt

Im Visier des Tiefbaus: Studierte Nachwuchskräfte des Garten- und Landschaftsbaus. Foto: Hochschule Osnabrück

Die Nachfrage nach Ingenieuren ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres ungebremst weiter auf 70 220 gestiegen. Das ist ein Plus von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einer der Haupttreiber dieser Entwicklung ist die seit Monaten anhaltende starke Nachfrage nach Bauingenieuren. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.

Die Nachfrage im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten verzeichnete einen Zuwachs von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit mehr als 25 000 Vakanzen entfiel mehr ein Drittel des gesamten Stellenangebots auf diesen Bereich. Die Branche profitierte davon, dass 2016 der Bau von immer mehr Büro-, Verwaltungs- und Wohngebäuden genehmigt wurde. Die meisten offenen Stellen wurden in Bayern gemeldet (13 430). Wie bereits in den vergangenen Quartalen folgten auf den Plätzen zwei und drei Baden-Württemberg (12 030) sowie Nordrhein-Westfalen (11 920).

Auch weil es immer stärker an Bauingenieuren fehlt, kommt der Verkehrsbau nicht voran. Nach dem Haushaltsabschluss des Bundesfinanzministeriums für 2016 wurde ein Teil der staatlichen Mittel für den Straßenbau und die Sanierung von Brücken nicht abgerufen. Insgesamt 400 Millionen Euro konnten im vergangenen Jahr nicht verplant werden. Für den Garten- und Landschaftsbau hat das Konsequenzen: In einigen Bereichen und Regionen wurden junge Landschaftsbauingenieure bereits direkt nach dem Studium in den Tiefbau abgeworben. cm/VDI

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2017 .

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