BUND lobt Umweltmanagement der IGA Berlin

Der BUND schätzt vor allem den Einstieg in ein Waldumbauprogramm für den Kienberg, der Landmarke auf dem IGA-Gelände. Foto: Dominik Butzmann

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat ein positives Zwischenfazit der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017 gezogen. Die Art und Weise, in der die grüne Leistungsschau in Berlin geplant und aufgebaut wurde, sei "aus Naturschutzperspektive gar nicht so übel", heißt es in einer Erklärung der Umweltorganisation.

Zusammen mit anderen Verbänden habe der BUND im regelmäßigen Austausch Einfluss auf den Planungs- und Gestaltungsprozess der Gartenausstellung nehmen können. So sei ein Pflege- und Entwicklungskonzept gelungen, das weit über die halbjährige Gartenschau hinausgehe. Der BUND lobt vor allem den "Einstieg in ein Waldumbauprogramm für den Kienberg", das die dunkle, artenarme Bewaldung mit Robinien, Götterbäumen und andere Neophyten durch eine offenere, vielfältigere Vegetation ersetzen soll. Der BUND lobt auch die Renaturierung des Wuhleteichufers mit gebietsheimischen Pflanzen, den neuen Eisensteg, an dessen Unterseite Rauchschwalbennistvorrichtungen angebracht wurden, sowie eine insektenfreundliche Beleuchtung. Gut sei der Bau eines Umweltbildungszentrums, das dem örtlichen Umweltbildungsnetzwerk nun dauerhaft zur Verfügung stehen werde.

Das Umweltmanagement der Berliner IGA kann nach Auffassung des BUND auch bei künftigen Gartenschauen zum Einsatz kommen. Dazu müsse es nur den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. "Gartenschauen können, richtig gemacht, hier eines von vielen Instrumenten sein, Stadtnatur ihrem im Grunde ja grünaffinen Publikum nahezubringen", so der Bund für Umwelt und Naturschutz. cm

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2017 .

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