Manfred Köhler

Rooftop Bars

Dachbars und Dachgärten weltweit, 1. Auflage 2017; Patzer Verlag; 150 S., 321 Fotos, 12 Zeichnungen, fester Einband, ISBN 978-3-87617-145-6, 60,- EUR

Dachflächen bieten Raum für viele Nutzungen. Weltweit zeichnet sich ein Trend ab, das Freiraumpotential von Dächern stärker zu erschließen. Rooftop Bars sind eine Möglichkeit hierzu. Sie reichen von einfachen bis hin zu sehr aufwändigen Varianten.

In Deutschland sind aktuell Rooftop Bars im Stile karibischer Strände auf ehemaligen Parkdecks ein Trend. In Paris und London dominieren eher Dachgärten mit exklusiven Restaurants oder Clubs. In Metropolen anderer Kontinente sind die Rooftop Bars häufig hinsichtlich der Nutzerdichte optimierte Dachflächen, bei denen der Anteil der Begrünung gering ist. In tropischen Ländern sind Rooftop Bars oft nur in den kühleren Abendstunden geöffnet, sie bieten dann aber einen unbeschreiblichen Blick auf die beleuchteten Städte. Eine Dachbar kann zum installierten Kunstobjekt werden, ohne dass ausgeschlossen ist, dass mit dem Potential auch stadtökologische Funktionen erfüllt werden können.

Die Botschaft des Buches geht in die Richtung, dass unter technischen Aspekten viel mehr Dachflächen erschließbar sind. Bei guter Planung können sich Rooftop Bars als begrünte Dachrefugien erweisen. Das Buch soll Mut zu weiteren Projekten machen. Hierzu werden erforderliche Planungsgrundlagen genannt. Die Dachlandschaften sind zu wertvoll, als sie ausschließlich für technische Infrastruktur vorzuhalten. Rooftop Bars machen es möglich, Städte mit allen Sinnen zu erleben. Auch in Mitteleuropa muss es sich nicht nur um ein Saisongeschäft handeln. Beispiele für Weihnachtsmärkte auf Dachflächen führen zu einer Ganzjahresnutzung, es muss sich nicht auf sommerliche Cocktails beschränken. Prof. Dr. Manfred Köhler studierte Landschaftsplanung an der TU Berlin und promovierte über Fassadenbegrünung. Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Landschaftsökologie hält Prof. Dr. Köhler weltweit Vorträge zu Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung. Seit 2007 ist er Präsident des World Green Infrastructure Networks.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2017 .

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