Versuch: Staudensubstrat kann Standort-Unterschiede ausgleichen

Bei der Bonitur: Vermessung und Dokumentation am Versuchsstandort Osnabrück. Foto: tegra GmbH

Ästhetisch, vielfältig, widerstandsfähig: Sorgfältig aufeinander abgestimmte Staudenmischungen bieten Lösungen für jeden Bedarf. Doch je nach den klimatischen Bedingungen ihres Standortes weicht die tatsächliche Entwicklung der Staudenbepflanzung oftmals von den erwarteten Resultaten ab. Eine aktuelle Studie der Hochschule Anhalt widmete sich deshalb der Frage, inwiefern die Entwicklung von Staudenmischungen durch die Substrate gesteuert und optimiert werden kann. Das Projekt unter der Leitung von Professor Dr. Wolfram Kircher und Dr. Marcel Heins wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück, der Bielefelder tegra GmbH sowie weiteren Partnern realisiert. "Wir haben in unserem Versuch bewusst die Extreme abgetastet", berichtet Stephan Herbarth, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Anhalt. Mit dem Hochschulstandort Bernburg mit einem jährlichen Niederschlagsmittel von 469 mm und dem niedersächsischen Osnabrück mit 856 mm wurden zwei klimatisch grundverschiedene Durchführungsorte gewählt. Verschieden in Sachen Wasserkapazität und Wasserdurchlässigkeit waren auch die verwendeten Substrate: Neben dem örtlichen Boden kamen Splitt sowie das FLL-konforme Staudensubstrat Hydralit S der Firma tegra zum Einsatz. Das Substrat auf Basis einer wachstumsfördernden Kompostkomponente als Nährstoffträger zeichnet sich durch eine hohe Wasserkapazität bei gleichzeitig hoher Wasserdurchlässigkeit aus. Als dritte Komponente wurden schließlich drei Staudenmischungen mit unterschiedlich hohen Anforderungen an die Bodenfeuchte ausgewählt.

Das tegra-Staudensubstrat Hydralit S: Optimales Wachstum bei minimalem Pflegeaufwand an jedem Standort. Foto: tegra GmbH

An beiden Versuchsstandorten wurden jeweils neun Parzellen für die neun möglichen Substrat-Stauden-Kombinationen angelegt. Beurteilt wurden die Kriterien Gesamteindruck beziehungsweise Ästhetik, Vitalität, Deckungs- und Koexistenzgrad sowie Pflegezeiten und Unkrautbesatz. "Im Hinblick auf die Fragestellung hat unser Versuch besser funktioniert als erwartet", fasst der wissenschaftliche Mitarbeiter zusammen. Während sich auf den anderen Substraten je nach Standort und Mischung deutliche Entwicklungsunterschiede zeigten und zum Teil Pflanzen erkrankten oder andere verdrängten, war das tegra-Staudensubstrat in der Lage, die Standort-Unterschiede optimal auszugleichen: Mit ausgewogenen Vegetationsbildern und einem harmonischen Deckungs- und Koexistenzgrad konnte das Substrat überzeugen. Auch in Sachen Pflegezeiten und Unkrautbesatz präsentierte sich Hydralit S laut Herbarth besonders positiv: "Die durch den Verzicht auf Oberboden bedingte Unkrautfreiheit macht es zu einer pflegeleichten und damit wirtschaftlichen Lösung für jeden Standort."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 05/2016 .

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