Ausgegraben

142 Jahre müssen die Berliner ...

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... auf 1000 neue grüne Dächer warten. Zu diesem Ergebnis kommt, wer das Förderprogramm Gründach PLUS der Berliner Landesregierung einmal genau nachrechnet. Lediglich sieben Förderantrage hatte die Umweltverwaltung von August 2019 bis August 2020 bewilligt.

Wenn nicht ein Wunder geschieht, müssen noch viele Generationen von Hauptstädtern Feinstaub und Kohlenstoffdioxid inhalieren sowie überflutete Keller durch Starkregen ertragen. Wenn die Hilfe naht, sind alle, die heute leben, schon lange tot.

Da lohnt sich ein Blick nach Rheinland-Pfalz: Die Landeshauptstadt Mainz hatte Anfang 2020 das Projekt „Der geschenkte Baum“ aufgelegt. Ziel war es, die Anzahl ökologisch wertvoller Laubbäume im Stadtgebiet um 55 zu erhöhen. Gartenbesitzer konnten sich zur Bescherung beim Grün- und Umweltamt bewerben. Die Resonanz war stark. Nach 40 Vor-Ort-Terminen entschied sich die städtische Behörde für 30 Projekte. Anders als in Berlin konnte die Hälfte der Zielvorgaben innerhalb nur eines Jahres erreicht werden.

Liebe Politiker, Geiz ist nicht immer geil. Ihr dürft auch mal einen ausgeben. Dann kommt ihr schneller zum Ziel als mit umfangreichen Förderantragen, verschrobenen Nachfragen und pingeliger Prüfbürokratie. Praktisch alle Bürger wissen es schließlich zu schätzen, wenn es von Deutschlands hohen Steuern einmal etwas zurückgibt. Das ist dann wirklich Freiheit statt Sozialismus. Und unsere Städte werden endlich grün.

Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2021 .

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