Begrünungs- und Biodiversitätsprogramm mit Vorbildcharakter

Alkmaar in den Niederlanden gewinnt Green Cities Europe Award 2022

Im nördlich von Amsterdam gelegenen Alkmaar wurden innerhalb von zwei Jahren 25 000 m² Grünflächen realisiert, bspw. die hier abgebildeten biodiversitätsfreundliche Kreisverkehre. Foto: Stadswerk072 N.V.

Das beste Stadtgrün-Programm Europas findet aktuell in den Niederlanden statt: Zu diesem Urteil kam die Jury des Green Cities Europe Award, die Alkmaar mit dem begehrten Preis ausgezeichnet hat. Die nördlich von Amsterdam gelegene 110 000-Einwohnerstadt setzte sich gegen zwölf Mitbewerber aus anderen EU-Staaten durch durch. Für Deutschland war die Rietzschke-Aue Sellershausen in Leipzig nominiert, hatte es jedoch nicht unter die Top Drei geschafft. Platz Zwei belegte der Czyzyny Park im polnischen Krakau, Rang Drei ging an den Växtrum im schwedischen Lerum.

50 000 Quadratmeter Grünflächen in sieben Jahren geplant

Titelträger Alkmaar hat die Jury mit einem lokalen, pragmatischen Ansatz für die Lösung seiner Umweltprobleme überzeugt. Wohlwissend, dass pflanzenbasierte Lösungen wirksame Mittel gegen städtische Erwärmung, Überschwemmungsgefahr und den Verlust der Artenvielfalt sind, wurde das Programm "Begrünung und Biodiversität" entwickelt. In nur wenigen Monaten konnten so diverse vernachlässigte und versiegelte Flächen in lokale grüne Oasen verwandelt werden. Doch das ist nur der Anfang: Alkmaar hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von sieben Jahren 50 000 m² Grünflächen zu schaffen. Eine Chance, die Stadswerk072, die für die Verwaltung und Pflege von Alkmaar zuständige Organisation, mit beiden Händen ergriffen hat. Der erste Schritt bestand darin, alle versiegelten Flächen zu identifizieren, die von einer schnellen Umgestaltung profitieren können: Kleine Plätze, Bänke, Parkplätze und Kreisverkehre.

Folgerichtig attestieren die Preisrichter der niederländischen Großstadt einen starken Vorbildcharakter für andere Städte Europas. Foto: Stadswerk072 N.V.

Diese wasserundurchlässigen und leblosen Flächen werden dann entsiegelt, um die Durchlässigkeit des Bodens wiederherzustellen. Dabei kommt eine ausgeprägte Bürgerbeteiligung ins Spiel: Anwohner werden aktiv in die Planung dessen, wie und wo begrünt werden soll, miteinbezogen. Nicht zuletzt muss bei der Pflanzenauswahl auf die biologische Vielfalt geachtet werden, mit einer großen Vielfalt an Bäumen, Beerensträuchern, Wildblumen, Blumenzwiebeln und Stauden.

50 Prozent des Ziels nach zwei Jahren erreicht

In zwei Jahren wurden mit mehreren Miniparks, städtischen Blumenwiesen, neu bepflanzten Bänken und biodiversitätsfreundlichen Kreisverkehren bereits 50 Prozent des Ziels erreicht. Diese gezielten und leicht umzusetzenden Maßnahmen haben sich entscheidend auf die Stadt und ihre Einwohner ausgewirkt und nicht nur die Lebensqualität und die lokale Artenvielfalt verbessert, sondern auch den natürlichen Wasserkreislauf wiederhergestellt.

Das Projekt von Alkmaar zeigt nach Angaben der Jury, wie pflanzenbasierte Lösungen auf einfache Weise lokale Abhilfe für aktuelle Umweltprobleme schaffen können. Foto: Stadswerk072 N.V.

Das Projekt von Alkmaar zeigt nach Angaben der Jury, wie pflanzenbasierte Lösungen auf einfache Weise lokale Abhilfe für aktuelle Umweltprobleme schaffen können. Dieser "Quick Win"-Ansatz verwandelt die Stadt von grau in grün und stützt sich auf vier Säulen lokaler Maßnahmen: Entsiegelung, Einbeziehung der Einwohner, Bepflanzung und Förderung der biologischen Vielfalt. Die Jury des Green Cities Europe Award attestiert Alkmaar einen starken Vorbildcharakter für andere Städte Europas. Denn die Preisrichter sind sich sicher: "Der Ansatz von Alkmaar kann von wirklich jeder europäischen Stadt verfolgt werden, um das Lebensumfeld ohne Ausreden, restriktive Regeln oder Verzögerungen zu begrünen." hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2023 .

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