Alte Galopprennbahn wird ein Stadtentwicklungsprojekt

In sechs Monaten startet die LGS Neuss 2026

Vom 16. April bis zum 11. Oktober 2026 findet die Landesgartenschau Neuss als eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordrhein-Westfalens statt. Dreieinhalb Jahre nach dem Zuschlag nimmt das 38 ha große Gelände der ehemaligen Galopprennbahn zunehmend Gestalt an: Ein Großteil der 2.200 neuen Bäume wurde gepflanzt, neue Wege und ein See mit Terrassenanlage angelegt, drei große Themenspielplätze und vielseitige Sport- und Spielangebote sind im Entstehen.
Landesgartenschauen und Grünprojekte
Das Gelände der Landesgartenschau Neuss 2026 nimmt Gestalt an. Foto: Landesgartenschau Neuss GmbH/Alexander Raubal

Die Besucherinnen und Besucher erwartet täglich ein abwechslungsreiches Programm für alle Alters- und Interessengruppen mit mehr als 1.000 Veranstaltungen. Farbenprächtige Schaugärten, Garteninspirationen und außergewöhnliche Blumenausstellungen sollen zum Spazieren und Verweilen einladen. Für Sportbegeisterte wird es zahlreiche Plätze für Fitness, Ballsportarten, einen Skate Park und einen Dirt Track für BMX- und Mountainbike-Fans geben. Die drei Spielplätze zu den Themen "Rennbahntag", "Römerlager" und "Kaninchenbau" weisen in ihrer Gestaltung auf die Neusser Historie hin.

Landesgartenschau setzt städtebaulichen Impuls

"Auf dem Fundament unserer Traditionen schaffen wir Neues für die Zukunft unserer Stadt. Es entsteht ein neuer Park, zentral gelegen zwischen Innenstadt, Hafen und Rhein. Er soll [. . . ] als Freiraum und Spielplatz, mit Sport, Kultur und Freizeit und für zukünftige Generationen lebens- und liebenswert bleiben", freut sich der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer. Mit der Landesgartenschau Neuss entsteht ein bedeutender städtebaulicher Impuls: "Als Stadterneuerungsprojekt des Landes NRW wird direkt neben dem Park ein ganzer Stadtteil neu entwickelt", erklärt Christoph Hölters, Beigeordneter für Planung und Mobilität der Stadt Neuss und Geschäftsführer der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH. Das angrenzende Hammfeld I werde zu einem neuen gemischten Stadtquartier mit 1.500 neuen Wohnungen. Zusätzlich leiste der neue Radschnellweg (RS 5) einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende, der die Neusser Innenstadt, Düsseldorf und Langenfeld für Radfahrer verbindet. Seit dem Baubeginn im August 2024 verändert sich das Gelände täglich. So wurden beispielsweise Tonnen von Erde bewegt, hunderte Stauden gepflanzt, der Rosengarten angelegt und eine großflächige Treppe aus weißem Granit am Haupteingang zur Innenstadt hin geschaffen. "Die charakteristische Form der früheren Galopprennbahn bleibt im zukünftigen Innenstadtpark erhalten und wird in ein modernes, klimaangepasstes Parkkonzept eingebettet", sagt Annette Nothnagel, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Neuss 2026 GmbH. Der Siegerentwurf des Berliner Büros Franz Reschke Landschaftsarchitektur kombiniert historische Spuren mit zukunftsweisender Landschaftsarchitektur und ökologischen Lebensräumen.

Nachhaltige Planung und klimaresiliente Pflanzungen

"Aufgrund der Klimaveränderungen waren uns klimaresistente Pflanzen und viele Schattenplätze sehr wichtig", betont Nothnagel. Es wurden Baumarten der Hartholzaue wie Erlen, Eschen, Ahorn, Hasel, Kornelkirsche und verschiedene Weiden ausgewählt. Auch sogenannte Klimagehölze wie die ursprünglich in Nordamerika beheimatete Roteiche wurden gepflanzt. Dieser Baum kommt mit mehr Hitze und Dürre zurecht und ist Lebensraum für die heimische Tierwelt. Des Weiteren finden die Insektennährgehölze der Klimaarten Beachtung, so der Weiße Maulbeerbaum, die Elsbeere und die Silberlinde.

Nachhaltigkeit zeigt sich auch in der auf Nachnutzung angelegten Planung. Viele Materialien sollen wiederverwendet werden. Zum Beispiel das verlegte Pflaster im Hammfeldhof, den ehemaligen Stallungen der Pferde. Dafür wurden alte Pflastersteine der Stadt aufgearbeitet. Die Dachkonstruktion wird in den kommenden Wochen neu aufgebaut. Die Boxentüren aus den Stallanlagen finden im Skater-Pavillon einen neuen Platz. Der experimentelle Bau entsteht unter der Leitung des in London ansässigen Architekten Jan Glasmeier. Mitglieder der Skater-Community und Architekturstudierende aus der ganzen Bundesrepublik werden ab dem 20. Oktober beim zweiten Bau-Workshop mitarbeiten.

LAGA Neuss GmbH/ph

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