Anpassung an Wetterextreme wird immer wichtiger

Erden und Substrate für nachhaltig klimafitte Grünflächen

Noch immer kommen häufig torfhaltige Erden oder Standardmischungen aus Sand, Kompost und mineralischen Zuschlägen zum Einsatz.
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In Deutschland wird immer mehr versucht, auch im Profibereich auf Torfzusätze in Substraten zu verzichten. Foto: Pixelio/Katharina Wieland Müller

Da diese sich aber nur bedingt an extreme Wetterbedingungen anpassen, werden mehr innovative und nachhaltige Alternativen entwickelt. Der klimaresiliente GaLaBau setzt zudem auf standortangepasste Substratlösungen wie durchlässige, mineralisch geprägte Mischungen für hitzeexponierte Flächen oder wasserspeichernde Spezialsubstrate für urbane Standorte mit begrenztem Wurzelraum.

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Die LinkBaumSubstrate können bei jeder Witterung verarbeitet werden. Foto: Link

Sanierung von Stadtbäumen an ungünstigen Standorten

Das LinkBaumSubstrat besteht aus Eifel-Lava, rheinischem Bims sowie gütegesichertem Grünkompost und ist ideal für die Pflanzung und Sanierung von Stadt- und Straßenbäumen an Verkehrsflächen und technischen Bauwerken. In der nicht überbaubaren Variante erfüllt es die Anforderungen an das Bodensubstrat für Straßenbäume nach FLL-Pflanzengrubenbauweise 1, in der überbaubaren Variante nach FLL-Pflanzengrubenbauweise 2. Empfohlen wird eine Aufbringstärke bis 150 cm.

Das nicht überbaubare Baumsubstrat überzeugt durch hohe Strukturstabilität, geringe Setzung und ausgewogenes Porenvolumen. Es soll die Wurzelbildung fördern, die Nährstoffversorgung verbessern und ideale Wasserhaltefähigkeit bei optimaler Durchlässigkeit bieten. Für Flächen mit zusätzlicher Belastung kombiniert das überbaubare Substrat maximale Tragfähigkeit mit guter Durchwurzelbarkeit und sorgt auch an ungünstigen Standorten für stabile Wachstumsbedingungen. Dank seiner Verdichtbarkeit und ausgewogener Luft- und Wasserführung bleibt laut Hersteller die Baumvitalität langfristig gesichert.

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Das neue Moorbeet-Substrat von Kleeschulte Erden (rechts) ermöglicht das Anlegen von Moorbeeten ohne den Einsatz von Torf. Foto: Kleeschulte Erden

Torffreies Moorbeet-Substrat mit stabilem pH-Wert

Kleeschulte Erden erweitert das Profisortiment um zwei Substrate. Eins davon ist das „Moorbeet-Substrat torffrei“. Mit ihm stellt Kleeschulte eine leistungsfähige Alternative zu herkömmlichen torfhaltigen Moorbeet-Substraten vor. Obwohl Torf bislang, aufgrund seines pH-Wertes und seines Wasserspeichervermögens, als unverzichtbar galt, ist es dem Unternehmen gelungen, ein torffreies Substrat mit einem stabilen pH-Wert von 4,1 bis 4,5 zu entwickeln: optimal für viele Acerca- und andere Moorbeetkulturen.

Das Substrat besteht überwiegend aus regionalen Rohstoffen und soll durch einen verbesserten Luft- und Wasserhaushalt überzeugen, der gerade bei anspruchsvollen Kulturen entscheidend ist. Angeboten wird das Substrat lose, als Big Bale sowie im 80-Liter-Profisack.

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Die von Kekkilä verwendeten Holzfasern sind RHP-zertifiziert, dampfbehandelten und stammen aus nachwachsenden europäischen Quellen. Foto: thingermejig, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons

Holzfasern fördern schnellere Wurzelbildung

Der finnische Erdenspezialist Kekkilä bietet eine breite Palette an Substraten für unterschiedliche Bedürfnisse. Interessant ist das holzfaserhaltige FLOW-Produktportfolio, um alle verschiedenen Mischungen für Zierpflanzen. Die RHP-zertifizierten und dampfbehandelten Holzfasern stammen aus nachwachsenden europäischen Quellen und werden aus reinem Hartholz (Fichte) hergestellt. Dadurch sind die Substrate frei von Klumpen und Verunreinigungen. Verunreinigte Holzfasern verrotten schneller und verbrauchen Nährstoffe, die eigentlich für die Pflanzen bestimmt sind. Es kann sogar zur Freisetzung giftiger Verbindungen kommen.

Die Zugabe von Holzfaser fördert die Wurzelbildung, bietet verbesserte Luftdurchlässigkeit, zusätzliche Stabilität dank der starken Faserstruktur und ein geringes Absinken der Erde nach der Pflanzung. Da die oberste Schicht schneller austrocknet, können Schimmel oder Algenbildung verhindert werden. Selbst wenn das Substrat versehentlich zu trocken wird, wird es nicht wasserabweisend. Kekkilä bietet Holzfasern in verschiedenen Größen für grobe und feine Erdmischungen an.

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Die Landschaftsbau-Erde von Ländle ist für den Einsatzzweck der Geländeformung entwickelt und nicht primär als Pflanzsubstrat. Foto: Ländle

Landschaftsbau-Erde für den Unterbau entstehender Grünanlagen

Die von Ländle Erde entwickelte Landschaftsbau-Erde, bündelt die Vorteile von Grünschnittkompost A⁺, Mutterboden mit bindenden Eigenschaften und einer sandig-mineralischen Komponente. Sie ist speziell für die Anforderungen im Grünanlagen- und Landschaftsbau konzipiert und ist laut Unternehmen der ideale Unterbau für künftige Grünanlagen.

Die Landschaftsbau-Erde ist für den Einsatzzweck der Geländeformung entwickelt und nicht primär als Pflanzsubstrat. Aufgrund dessen liegt bei dieser Erde der Fokus auf den Anforderungen hinsichtlich des Gelände-, beziehungsweise Niveauausgleichs. Dadurch ergibt sich ein hohes Wasserspeichervermögen, eine geringe Verschlämmungsneigung und ist im Vergleich zu Pflanzsubstraten kostengünstiger. Dementsprechend hat die Landschaftsbau-Erde aber auch einen geringeren Nährstoffgehalt als eine Garten- oder Pflanzenerde.

Organischer Bodenverbesser mit 10 Prozent zertifizierter Pflanzenkohle

Darmstädter Erde wird lokal in Darmstadt-Kranichstein aus gütegesichertem Kompost produziert und mit 10 Prozent EBC-zertifizierter Pflanzenkohle angereichert. Die gespeicherten Nährstoffe sind pflanzenverfügbar, denn Pflanzen können durch den Schwamm-Effekt der Pflanzenkohle von dem Wasser- und Nährstoffdepot länger zehren. Durch die Pflanzenkohle wird zusätzlich Kohlenstoff gebunden und das Bodenleben gefördert.

Die Erde wird zur Neuanlage, Verbesserung und Pflege von Beeten, Rasen und Pflanzungen eingesetzt und je nach Bodenart mit 5–30 l/m² ausgebracht, meist etwa 20 cm tief eingearbeitet oder im Verhältnis 1:1 oder anteilig mit dem vorhandenen Boden gemischt. Das Substrat enthält Stickstoff, Phosphat, Kalium sowie Magnesium und besitzt einen alkalischen pH-Wert von 8,5. Mit rund 36,6 Prozent organischer Substanz, 31 Prozent Wassergehalt und einer Rohdichte von etwa 660 g/l verbessert es die Bodenstruktur, Wasserhaltefähigkeit und Fruchtbarkeit. Die Erde ist hygienisiert (keine keimfähigen Samen), weist nur sehr geringe Fremdstoffanteile auf und hat einen moderaten Salzgehalt. Sie ist ganzjährig lose in Darmstadt-Kranichstein erhältlich, eine Vermarktung in Gebinden ist ab Frühjahr 2026 geplant.

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