Erholung im Wohnungsbau setzt sich fort
Auch ifo Institut meldet bessere Stimmung im Wohnungsbau

Die Unternehmen lassen nach und nach bei den Erwartungen den Pessimismus hinter sich und schätzen ihre aktuelle Lage ebenfalls etwas positiver ein. "Die Unternehmen im Wohnungsbau schöpfen weiter vorsichtig Hoffnung", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. "Die Stimmung steigt, doch der Weg zurück zur Normalität ist noch lang." Die Auftragslage sei weiter unbefriedigend, so das ifo Institut. Doch erste Anzeichen für eine Entspannung seien sichtbar: Der Anteil der Firmen mit Auftragsmangel sank von 51,0 auf 47,9 Prozent.
Das seien gute Nachrichten, nachdem die Quote anderthalb Jahre fast durchgängig über 50 Prozent lag. Die Unternehmen litten aber weiter unter Stornierungen: 9,0 Prozent der Unternehmen meldeten im Juni abgesagte Projekte, nach 8,6 Prozent im Mai. "Die Richtung stimmt, aber der Wohnungsbau braucht mehr als Ankündigungen", so Wohlrabe. "Nur wenn der Wohnungsbau-Turbo auch wirklich zündet, kann sich die Erholung verstetigen."
Auch bei den Finanzierungskosten für Wohnraum gebe es noch Spielraum nach unten, gerade nach den Leitzinssenkungen. Das Statistische Bundesamt meldete für den Zeitraum von Januar bis Mai 2025 einen Anstieg der Baugenehmigungen für Neubauwohnungen um 3,3 Prozent oder 2.400 Neubauwohnungen. Dabei sei die Zahl der Baugenehmigungen für neu zu errichtende Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,3 Prozent (+2.200) auf 17.700 angestiegen. Der positive Trend bei den Einfamilienhäusern halte bereits seit Dezember 2024 an. Für Zwei- und Mehrfamilienhäuser sei die Zahl der Baugenehmigungen dagegen weiter gesunken.
ifo Institut/Destatis









