Ausgegraben

Einfach mal machen

Einfach mal machen, denken sich die meisten Landschaftsgärtner, wenn sie ein neues umfangreiches Projekt angehen – und werden dann oftmals in ihrem Enthusiasmus doch ausgebremst. Das passiert auch bei Renaturierungsprojekten. Die sind teuer, bedürfen oftmals langwieriger Genehmigungsverfahren und natürlich braucht es auch Arbeitskräfte, die entsprechend ausgebildet sind, die Arbeiten durchzuführen.

Alles Hürden, vor denen auch die Verwaltung des tschechischen Landschaftsschutzparkes Brdy stand, die die Renaturierung des Flusses Klabava plante. Die notwendigen 1,2 Millionen Euro waren von den Behörden zwar bereits freigegeben, aber Naturschützer, Wissenschaftler, Kommunen und Forstbetriebe stritten seit nunmehr sechs Jahren darüber, wie und ob das Projekt umgesetzt werden kann.

Eine achtköpfige Biberfamilie hat die Sache mit der für diese Nagetiere typischen Hands-on-Mentalität geregelt und die Beteiligten vor vollendete Tatsachen gestellt: Während die Menschen noch diskutierten und abwogen, bauten die fleißigen Flussuferbewohner die geplanten Dämme und schufen auf diese Weise ein Sumpfgebiet, exakt so, wie es vom Umweltamt vorgesehen war. Für alle, die vom Fachkräftemangel gebeutelt sind und denen Genehmigungsverfahren zu lange dauern: In Deutschland gibt es ca. 25.000 Biber.

Andreas Eschen

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