Ausgegraben

Verbesserungsvorschläge für den GaLaBau

Verbesserungsvorschläge für den GaLaBau kommen neuerdings aus Hollywood: „Laubbläser müssen vom Angesicht der Erde getilgt werden“, sagte kürzlich die zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett. Die „hässlichen" Geräte seien ein „Symbol für alles, was mit uns als Spezies nicht stimmt“.

Vom Laubharken geplagte Landschaftsgärtner dürften bei diesem Satz mit der Stirn runzeln. Laut einer Studie sei eine halbe Stunde Laubblasen schädlicher für die Umwelt als mit einem Pick-up von Texas nach Alaska zu fahren, ergänzte Blanchett ihr Statement. Tatsächlich besitzen Bläser mitunter den Schallpegel eines Presslufthammers. E-Geräte sind zwar leiser, ändern aber nichts an der Tatsache, dass Feinstaub aufgewirbelt wird und Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid ausgestoßen werden. Außerdem zerstören Laubbläser die Winterquartiere von Kleintieren, schädigen die Bodenbiologie und verhindern die Humusbildung.

Natürlich ist der Laubbläser mit seinen über 100 Dezibel nicht dazu geeignet, dezent einen Nachbarschaftsstreit zu schlichten. Doch bei der Pflege großer Grünflächen kommt man um die Handgeräte nicht herum. Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und das Bundesamt für Naturschutz schlagen daher zurecht vor, Laubbläser im privaten Bereich zu vermeiden. Bis sich die Marktlücke geräuscharmer und umweltfreundlicher Pustefixe schließen lässt, kann die Hollywood-Diva ihr riesiges Anwesen in Cornwall mit dem Laubrechen bearbeiten (lassen).

Patricia Hempel

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