Baden-Würtemberg
Neue Meister im Garten- und Landschaftsbau gekürt

Damit vertreten sie Baden-Württemberg im September 2026 bei den Deutschen Meisterschaften im Garten- und Landschaftsbau auf der GaLaBau in Nürnberg. Den zweiten Platz belegten Tobias Nickel (Langner Freianlagen, Aidlingen) und Elias Trescher (Westenfelder Garten- und Landschaftsbau, Eggenstein-Leopoldshafen). Über Rang drei freuten sich Elia Pröschel (Dominik Weißhaupt, Meckenbeuren) und Felix Stähle (Garten-Moser Holding, Reutlingen).
Die anspruchsvolle Wettbewerbsaufgabe verlangte den insgesamt zwölf Teilnehmenden sowohl fachlich als auch zeitlich alles ab. Der von den Landschaftsarchitekten Michael Epple (Talheim) und Mirco Fehrenbach (Villingen-Schwenningen) entwickelte Entwurf stellte hohe Anforderungen an Präzision, Kreativität und Teamarbeit. Innerhalb von sieben Stunden entstanden auf jeweils 3 x 3 Metern individuell gestaltete Minigärten mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Mittelpunkt stand ein stilisierter, trockengelegter Bachlauf aus Kies und Findlingen, über den ein kleiner Holzsteg sowie passgenau eingemessene Schrittplatten führten. Eingefasst wurde die Situation durch eine hochwertige Belagsfläche aus Mosaik-Porphyr sowie eine handbossierte, zweihäuptige Natursteinmauer aus heimischem Jura-Kalk, die zugleich als Sitzmauer dient.
Ein Hochstamm der Silber-Linde, einem zukunftsfähigen Klimabaum, fungierte als Schattenspender. Die Pflanzflächen gliederten sich in drei Bereiche: Pflegeleichte, bienenfreundliche Stauden für sonnige Standorte, trittfeste und trockenheitsverträgliche Arten in den Plattenfugen sowie robuste Stauden für den trockenen Bachlauf. Ergänzt durch Blüten- und Blattstauden sowie Gräser entstanden sechs abwechslungsreiche, kleine grüne Oasen zum Verweilen.
Die Preisverleihung fand am neuen Treffpunkt Grün auf dem Gelände der Landesgartenschau statt. Oberbürgermeister Michael Dambacher würdigte die Leistungen der Nachwuchskräfte. Alexandra Gall, Vorständin für Ausbildung und Fachkräftesicherung im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Baden-Württemberg, hob das kontinuierliche Engagement der Ausbildungsbetriebe hervor. Angesichts des Fachkräftemangels sei dieses von großer Bedeutung. Sie zeigte sich beeindruckt vom handwerklichen Niveau und dem Teamgeist der sechs Zweier-Teams: „Bis zur letzten Minute haben alle Teilnehmenden mit großem Einsatz gearbeitet. Diese Begeisterung war auch bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern spürbar, die die Teams lautstark unterstützt haben.“
Alle sechs Wettbewerbsgärten können bis zum Ende der Landesgartenschau in Ellwangen neben den acht Schaugärten der Landschaftsgärtner an der Jagst besichtigt werden.
ph/VGL Baden-Württemberg
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