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Baden-Württemberg: Fachbetriebe wollen Klimawandel abmildern

Frieden für die Ukraine fordern die Teilnehmer der Mitgliederversammlung des VGL Baden-Württemberg. Sie spendeten 5000 Euro für die vom Krieg Betroffenen. Foto: Petra Reidel

Baden-Württemberg zeigt sich auch im zweiten Jahr der Pandemie krisenstabil: 1,87 Milliarden Euro Umsatz bedeuten einen Zuwachs von weit über 4 Prozent. Auf der Mitgliederversammlung des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau ging es zugleich um viele politische Fragen.

Ein erneutes Umsatzplus von 90 Millionen Euro im Jahr 2021 zeigt, dass der Garten- und Landschaftsbau in Baden-Württemberg weiterwächst. Insgesamt ist Baden-Württemberg hier mit über 19 Prozent am Gesamtumsatz der Branche in Deutschland beteiligt. Das ist 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um 3 Prozent auf 9,68 Milliarden Euro.

Hausgärten sind begehrtestes Branchenprodukt

Private Hausgärten sind in Baden-Württemberg mit über 63 Prozent das begehrteste Branchenprodukt und der wichtigste Wachstumstreiber. Auf die öffentliche Hand entfallen erneut 16 Prozent des Umsatzes und die Aufträge aus Industrie und Gewerbe schlagen mit 17 Prozent zu Buche. Ende des Jahres 2021 verzeichnete der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Baden-Württemberg 809 Mitglieder das ist ein Plus von 1,5 Prozent. Die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse entwickelte sich mit 2 Prozent Zuwachs weiter nach oben (2020: 3,4 %).

Der Vorstandsvorsitzende Martin Joos forderte, die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass die GaLaBau-Fachbetriebe die Auswirkungen des Klimawandels effektiv abmildern können. Foto: Petra Reidel

„Die Märkte dieser Welt ändern sich rasant, vor allem was Technik und Digitalisierung anbetrifft. Wir sind gut beraten, an der Spitze dieser Bewegung mitzumischen“, betonte VGL Baden-Württembergs Vorstandsvorsitzender Martin Joos. Mit einem Antrag an den Bundesverband, den Klimaschutz mehr in den Fokus zu rücken, soll die Arbeit der Fachbetriebe in den Klimaschutzprogrammen bundesweit eine zentrale Rolle erhalten und bei der Vergabe von Fördermitteln und Aufträgen berücksichtig werden, so das geforderte Ziel. „Wir wollen die Politik und auch die Öffentlichkeit überzeugen, dass die Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus mit ihren Dienstleistungen die Auswirkungen des Klimawandels effektiv abmildern können. Alle sprechen über die Pflicht zur Photovoltaik, aber noch niemand über die Pflicht zur Dachbegrünung“, begründete Joos.

Keine Abschiebung von beschäftigten Geflüchteten

„Dann gibt es da noch die ‚Never Ending Story‘ des Neubaus der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim (Meisterschule). Ich habe da wirklich Sorge, dass wir hier im Musterländle den Anschluss verlieren und das im Land des Gartenbaus“, kritisierte Joos. „Im Zuge des Fachkräftemangels appelliere ich hier ebenfalls klar und deutlich an die Politik: Hören Sie endlich auf, Menschen abzuschieben, die einer regulären Arbeit nachgehen und sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Wir brauchen diese Arbeitskräfte, dringender denn je“, machte der Vorstandsvorsitzende deutlich. Ständige Umplanungen gehörten seit der Pandemie nicht zuletzt auch durch Krankheits- und Quarantäneausfälle zur Tagesordnung. Vorgewerke verzögern sich, Materialknappheit und lange Lieferzeiten belasten die Produktivität ebenso wie kaum mehr kalkulierbare Preissteigerungen, die nicht immer an die Kunden weitergegeben werden können. „Wir müssen in dieser Gesamtgemengelage Erträge erwirtschaften, und zwar auch durch notwendige Preisanpassungen“, fordert Joos die Mitglieder auf.

Ein weiteres aktuelles Thema, dessen sich eine Arbeitsgruppe aus 15 Mitgliedsbetrieben zusammen mit der Verbandsgeschäftsstelle angenommen hat, ist die Diskussion über und die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks der GaLaBau-Unternehmen. Die Stellschrauben zur Beeinflussung wurden schnell erkannt. Die Ergebnisse der neuen ERFA-Gruppe werden zur Erstellung einer CO2-Infobroschüre für die Mitgliedsbetriebe genutzt.

Martin Joos als Vorstandsvorsitzender bestätigt

Der Vorstandsvorsitzende Martin Joos, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uschi App (Vorständin Landesgartenschau-en/Öffentlichkeitsarbeit) sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzen-de Erhard Schollenberger (Vorstand Bundesangelegenheiten und Landschaftsgärtnerische Fachgebiete) stellten sich ebenso zur Wiederwahl wie Vorstand Christoph Walker (Digitalisierung) und Vorstand Philipp Erhardt, der nach dem nicht turnusmäßigen Ausscheiden von Kay-Uwe Seydell dessen Ressort Markt und Wirtschaft übernahm. Die stimmberechtigten Mitglieder wählten den Vorstandsvorsitzenden, die beiden Stellvertreter sowie die Vorstände mit überwältigender Mehrheit erneut in ihre Ämter. Neu in den Vorstand gewählt wurde Bernd Hopp. Der GaLaBau-Unternehmer aus Offenburg vertrat den Landesverband bereits als Beauftragter für Gartenschauen bei der Förderungsgesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen mbH.

cm/VGL Baden-Württemberg

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 04/2022 .

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