Baden-Württemberg:

Politischer Nachmittag in Freudenstadt

Wie können wir unsere urbanen Räume klimaresistenter gestalten angesichts zunehmender Hitzeperioden und Starkregenereignisse? Diese Frage stand im Zentrum eines Politischen Nachmittags, den der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg, gemeinsam mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten sowie mehreren Fachverbänden auf der Landesgartenschau in Freudenstadt veranstaltete.
VGL Baden-Württemberg Stadtklima
VGL-Geschäftsführer Marco Riley (r.) führte die Gäste durch die Fohrbachgärten der Landesgartenschau in Freudenstadt. Mit dabei: Landesumweltministerin Thekla Walker (l.). Foto: ISTE

Baden-Württembergs Landesumweltministerin Thekla Walker unterstrich die Bedeutung des Themas. Im Südwesten Deutschlands sei die Durchschnittstemperatur bereits um 2° gestiegen.

Mit einer Ergänzung des Klimaschutzgesetzes sollten Anpassungskonzepte für die nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels flächendeckend auf kommunaler Ebene umgesetzt werden.

"Das Land wird Zuschüsse dafür zur Verfügung stellen", sagte die Ministerin. Kreise und Kommunen müssten zunächst vor Ort den Bedarf erheben und konkrete Maßnahmen entwickeln. Dafür stelle das Land erste Daten zur Verfügung und biete Beratung an. "Anpassungskonzepte sind für die Kommunen auch eine Chance zur Gestaltung", so Walker. Dort, wo einzelne Maßnahmen, wie die Renaturierung von Flussufern bereits umgesetzt wurden, seien die Bürger begeistert.

"Es gibt Lösungen", sagte Gerhard Hauber von den international tätigen Landschaftsarchitekten Henning Larsen. Er berichtete über Projekte und betonte, es sei wichtig den "gesellschaftlichen Mehrwert" einer "blau-grünen Infrastruktur" im Einklang mit der Natur zu erkennen.

David Beck, Bürgermeister der Gemeinde Braunsbach, die 2016 eine Flutkatastrophe erlebte, appellierte an die Vorsorge bei Hochwasser mit einer Erweiterung der Kanalisation und dem Bau von Geröll- und Feinsedimentfängen. Thomas Beißwenger vom Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg hob "Maßnahmen zur Klimaresilienz wie Rohre, Zisternen, Sickersteine oder Überlaufbecken" hervor.

cm/ISTE Baden-Württemberg

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