Baugenehmigungen für Wohnungen steigen stark an

Stärker war die Zahl der Baugenehmigungen in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zuletzt im Jahr 2016 gestiegen. Allerdings erfolgte der aktuelle Anstieg vom niedrigen Niveau der ersten sechs Monate der Jahre 2024 und 2025 (106.700 bzw. 109.800 Wohnungen).
„Der Wohnungsbau zeigt erste Anzeichen einer leichten Erholung“, kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB): „Von einer Trendwende sind wir aber noch weit entfernt.“
Noch kritischer äußerte sich Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Für ihn bewegt sich die Zahl der Baugenehmigungen „noch immer auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2011“. Die Auftragseingänge blieben fragil, was zeige, sodass immer noch wenig gebaut werde. Mehr als ein Drittel der befragten Wohnungsbauunternehmen erwarteten laut ifo-Konjunkturumfrage im zweiten Halbjahr sogar eine ungünstigere Entwicklung. Müller verwies zudem auf unverändert hohe Zinsen und Baukosten.
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 103.100 Wohnungen genehmigt. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,7 Prozent (+2.700) auf 24.000. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 27,3 Prozent (+1.700) auf 7.700 zu.
In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 67.000 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 16,9 Prozent (+9.700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
cm/ Destatis
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