Konjunkturentwicklung

Bauindustrie erwartet konjunkturelle Wende in diesem Jahr

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für die Bauwirtschaft in diesem Jahr ein reales Wachstum von 2,5 Prozent. "Das ist konjunkturell die Wende für die Branche, wenn auch nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen. Der Wohnungsbau wird beispielsweise nur langsam Fahrt aufnehmen, und die prognostizierten Fertigstellungszahlen werden erst einmal weiter runtergehen", sagte Bauindustrie-Präsident Peter Hübner gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Unternehmensführung
Tabelle: Bauindstrie/ Kraus/ 19.1.26; Quelle: Statistisches Bundesamt, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie; Erstellt mit Datawrapper

Unterstützt wird die Aussage von einer brancheninternen Umfrage, wonach nur 35 Prozent der Umfrageteilnehmer mit Schwerpunkt Hochbau für 2026 eine bessere Umsatzentwicklung als 2025 erwarten.

38 Prozent erwartet keinen spürbaren Effekt des Bauturbos, jeder zweite erst ab 2027. Insgesamt geht jeder dritte Umfrageteilnehmer für 2026 von einer etwas besseren Umsatzentwicklung als 2025 aus. Die Bauindustrie prognostiziert in 2026 ein Plus von 2 Prozent für den Wohnungsbau, von 4 Prozent für den Wirtschaftsbau und von 1,5 Prozent für den öffentlichen Bau. Die Zahl der Beschäftigten in der Baubranche soll danach in diesem Jahr um 1 Prozent auf 933.000 wachsen.

"Unsere Prognose gibt das Minimum des Erwartbaren wieder", sagte Hübner. "Denn: nach vier Jahren Umsatzrückgang am Bau braucht es dringend eine Erholung. Für die Unternehmen, aber auch für die Gesamtkonjunktur in Deutschland." Die prognostizierte Umsatzsteigerung basiere unter anderem auf den zu erwartenden Effekten des Sondervermögens. Schließlich wolle die Bundesregierung mit den 500 Milliarden Euro Wachstum stimulieren, das als erstes am Bau und dann in anderen Bereichen ankommen müsse, sagte Hübner. Ansonsten ginge die Rechnung der Politik nicht auf.

Im Interview forderte Hübner, dass die Mittel im Infrastrukturbereich nun auch in Aufträge und Ausschreibungen fließen müssten. "Bisher sehen wir es noch nicht in unseren Büchern." Der Grund sei politisch hausgemacht. "Manche Planungen fressen in Deutschland absurd viel Zeit", kritisierte Hübner. Auch die Vergabedebatte sei ideologisch überladen: "Wir brauchen Fach- und Teillose – aber auch Generalunternehmervergaben", betonte Hübner. Das spare Zeit und "Zeit ist ein politischer Faktor. Verzögerung kostet Vertrauen und Geld."

cm/ Bauindustrie

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