HDB
Bauindustrie kritisiert Umgang mit Infrastruktur-Sondervermögen

"Ich sag es deutlich: Es gibt die versprochene Zusätzlichkeit des Sondervermögens nicht", sagte der HDB-Präsident. "Stattdessen sehen wir einen Verschiebe-Bahnhof von Investitionsmitteln aus dem Kernhaushalt in andere Bereiche."
Der normale Etat schrumpfe, die Lücke werde mit dem Sondervermögen aufgefüllt. Die Kassen der Kommunen blieben klamm, es werde weiterhin zu wenig gebaut, obwohl das zur Daseinsvorsorge vor Ort gehöre. "Die Verantwortlichen haben aus dem Dresdner Brückeneinsturz offensichtlich nichts gelernt", so Hübner.
"Wir bauen in Deutschland zu kompliziert, wir bauen zu langsam, wir bauen zu ineffizient", bemängelte der HDB-Präsident. "Öffentliche Auftraggeber brauchen deshalb mehr Flexibilität in der Auftragsvergabe, um der Vielfalt an unterschiedlichen Bauvorhaben gerecht zu werden."
Nur so könnten die Mittel des Sondervermögens sowie alle öffentlichen Investitionen effizient eingesetzt werden: "Mit weniger Aufwand, weniger Bürokratie und höherer Kostengenauigkeit." Wenn dann endlich gebaut werde, brauche die Branche schnelle Verfahren auch bei der Gewinnung von Rohstoffen, damit die Versorgungssicherheit mit heimischen Rohstoffen unkompliziert gewährleistet bleibt. cm
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