Baumschulwirtschaft warnt vor No-Deal-Brexit

„Die Auswirkungen eines No-Deal-Brexit sind für die Baumschulwirtschaft nicht abzusehen“, sagt Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). Foto: BdB

Schreckensszenario No-Deal-Brexit: Auch die deutsche Baumschulwirtschaft hat große Sorge vor dieser Situation. Zwar wird zugesichert, dass weiterhin deutsche Pflanzen nach Großbritannien exportiert werden, doch kommen auf die Betriebe zusätzliche Anforderungen bei Pflanzenschutz-Kontrollen und Zollformalitäten zu.

Bäume „Made in Germany“ sind Qualitätsprodukte, die weltweit und auch in Großbritannien hoch geschätzt werden. So sind die Bäume rund um das Wembley-Stadion aus Deutschland importiert worden, genauso wie Gehölze für die renommierte Chelsea Flower Show. Aufgrund der hohen Pflanzenschutzverordnungen, die in Deutschland gelten und auch eingehalten werden, können die deutschen Baumschulen den neuen Anforderungen, die aus einem No-Deal-Brexit resultieren würden, problemlos standhalten.
Was Besorgnis erregend ist, sind die Verzögerungen beim Transport, durch lange Wartezeiten vor dem Zoll könnte die Ware verderben. Auch höhere Handelskosten und durch die neuen Inspektionen und Formalitäten entstehende Unflexibilität sind schwierig für die Baumschulwirtschaft.

„Die Auswirkungen eines No-Deal-Brexit sind für die Baumschulwirtschaft nicht abzusehen“, sagt Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). „Auch wenn weiterhin unsere Qualitätssbäume nach Großbritannien exportiert werden können, ist das entstehende Chaos und die Unplanbarkeit des Transports ein Thema, das uns große Bauchschmerzen bereitet. Wir hoffen auf eine gute europäische Lösung.“ Cm

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