Bayern: 3,4 Milliarden Euro für den Hochwasserschutz

Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen der ökologische Gewässerausbau und die Schaffung und Verbesserung natürlicher Rückhalteräume, so wie an der Isar 2011. Foto: digital Cat, CC BY 2.0

Bayern will in den kommenden Jahren den Hochwasserschutz in der Fläche weiter ausbauen. Insgesamt werden bis zum Jahr 2020 rund 3,4 Mrd. Euro in den Hochwasserschutz investiert. Die Mittel stammen aus dem Hochwasserschutzprogramm 2020-plus. Es ist die größte wasserbauliche Infrastrukturmaßnahme in Bayern. Zu den vom Freistaat geförderten örtlichen Maßnahmen gehören vor allem Vorhaben zum ökologischen Gewässerausbau und die Schaffung und Verbesserung natürlicher Rückhalteräume. Insgesamt sind in Niederbayern zusammen mit den Gemeinden in den vergangenen zehn Jahren rund 300 Flusskilometer an Gewässern dritter Ordnung wieder in einen natürlichen Zustand gebracht worden. Daneben wurden Hochwasserrückhalteräume mit einem Gesamtvolumen von etwa 1Mio. m³ geschaffen - das entspricht etwa einem Fußballfeld, das rund 140 m hoch mit Wasser gefüllt ist. "Hochwasserschutz hat in Bayern oberste Priorität", sagte Umweltministerin Ulrike Scharf. Die Staatsregierung setze auf drei starke Pfeiler: natürlichen Hochwasserrückhalt, technische Maßnahmen und Vorsorge. "Dabei wollen wir Nachhaltigkeit und effektiven Hochwasserschutz in Einklang bringen", so die Ministerin. Langfristiger Erfolg ginge aber nur gemeinsam mit den Gemeinden: "Wir unterstützen die Kommunen im Freistaat bei ihren örtlichen Maßnahmen."

Allein in Niederbayern seien rund 20 Mio. Euro in den letzten zehn Jahren investiert worden. Nach Auffassung der Landesregierung sei das bestens angelegtes Geld für eine hochwassersichere Zukunft. "Die Wasserrückhaltung in der Fläche - also im gesamten Einzugsgebiet, in den Auen und in den Gewässern selbst - kann im Hochwasserfall entscheidend zur Entschärfung der Gefahr für die Unterlieger beitragen", erläuterte Scharf. Das gelte vor allem für Gewässer mit kleinem Einzugsgebiet. cm

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2017 .

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