Wirtschaftliche Stärke trotz Krisenzeiten

Bayern: Aiwanger lobt Arbeit des Garten- und Landschaftsbaus

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Bayern veranstaltete Ende Juni seine diesjährige Mitgliederversammlung im Kongresszentrum der NürnbergMesse.
Bayern Mitgliederversammlungen
Prof. Rudolf Klingshirn, Hubert Aiwanger und Dietmar Lindner (v.l.n.r.) auf der Mitgliederversammlung des VGL Bayern. Foto: Astrid Schmidhuber/ VGL Bayern

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Garten- und Landschaftsbaus für den Freistaat. Entgegen der konjunkturellen Entwicklung konnte die Branche im vergangenen Jahr ihren Umsatz steigern. Auch die weiteren Aussichten für 2025 sind positiv. Zum neuen Vizepräsidenten und Schatzmeister wurde der GaLaBau-Unternehmer Christoph Dahners als Nachfolge von Karl Artinger gewählt.

Umsatz klettert auf neuen Höchststand

"Die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus leisten nicht nur wertvolle Beiträge zur Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden, sondern sind auch ein wirtschaftlicher Faktor", betonte Aiwanger. Die Betriebe schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, stärken den regionalen Mittelstand und sorgen für Wertschöpfung vor Ort. An der Schnittstelle zwischen Mensch und Natur sei ihre Arbeit gerade auch in der Klimadebatte "hochpolitisch". Das zeigten zum Beispiel die Diskussionen um Parkplätze versus Grünanlagen. "Trotz schwieriger Rahmenbedingungen beweist die Branche Stabilität, Innovationskraft sowie Engagement und zeigt damit, wie attraktiv und zukunftsfähig sie ist."

Die bayerischen Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner können auf ein positives Geschäftsjahr 2024 zurückblicken: Der nominale Umsatz im GaLaBau stieg auf die neue Rekordmarke von 1,486 Milliarden Euro (2023: 1,441 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 3,1 Prozent. Dabei erwirtschafteten die dem Verband angeschlossenen Mitglieder mit 990 Millionen Euro (2023: 960 Mio. Euro) rund 67 Prozent des Gesamtumsatzes. "Trotz einer lahmenden Baukonjunktur, eines schwächelnden Konsumklimas und klammen Kommunalfinanzen war unsere Branche wieder erstaunlich robust", so Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern.

Frühjahrskonjunkturumfrage lässt hoffen

Inzwischen scheint die Talfahrt der Hochbaubranche im Freistaat überwunden zu sein. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik stiegen die Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal 2025 um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei ergibt sich ein differenziertes Bild hinsichtlich der Gebäudearten, der Landkreise und kreisfreien Städte. Eine anhaltende Trendumkehr beim Wohnungsbau lässt sich noch nicht ableiten und die Auswirkungen auf den GaLaBau bleiben abzuwarten. Erste ermutigende Anzeichen sind jedoch zu erkennen.

Mit Bezug auf die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) deutschlandweit durchgeführte Frühjahrskonjunkturumfrage 2025, an der sich 112 Mitglieder des VGL Bayern beteiligten, schilderte Lindner in seinem Lagebericht die aktuelle Situation im GaLaBau. Dabei fallen die Ergebnisse für Bayern überwiegend positiv aus und haben sich gegenüber der Umfrage vom letzten Herbst teils deutlich verbessert. Demnach beurteilen rund 69 Prozent der Befragten ihre gegenwärtige Geschäftslage mit "gut" (Herbst 2024: 60%). Circa 12 Prozent schätzen ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate mit "günstiger" ein (Herbst 2024: 7%). Der Auftragsbestand im Bereich Neu-/Umbau stieg von 18 Wochen auf aktuell 21 Wochen, im Bereich Pflege liegt er weiterhin bei 13 Wochen.

Im Geschäftsbericht stellte Verbandsdirektor Prof. Rudolf Klingshirn unter anderem die Zahlen zur Mitgliedschaft vor. Zum 1. Januar 2025 waren dem VGL Bayern 609 ordentliche und 40 außerordentliche Mitglieder angeschlossen. Ein Jahr zuvor waren es zusammen 650. Aufgeteilt auf die bayerischen Regierungsbezirke ergibt sich folgende Verteilung: Die meisten Mitgliedsbetriebe haben ihren Sitz in Oberbayern (267), gefolgt von Schwaben (84), Niederbayern (75), Mittelfranken (74), Unterfranken (57), der Oberpfalz (49) sowie Oberfranken (43). Obendrein verzeichnet der Verband 75 Förder- und 22 Seniorenmitglieder sowie fünf Ehrenpräsidenten und -mitglieder.

ph/VGL Bayern

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