Bayern
Augsburg strebt die Landesgartenschau 2035 an

Das Vierer-Bündnis im Augsburger Stadtrat aus SPD, CSU, Freien Wählern und der Wählervereinigung Generation Aux hat sich in ihrem Kooperationsvertrag für die kommenden Jahre darauf verständigt. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber begrüßt das Vorhaben. Er sieht darin die Chance auf einen neuen Stadtteil.
Bislang handelt es sich allerdings um eine Absichtserklärung: Eine offizielle Bewerbung muss noch eingereicht werden. Das entsprechende Verfahren soll demnächst starten. Die bayerischen Gartenschauen bis 2032 sind bereits vergeben: 2027 an Bad Windsheim, danach an die schwäbischen Donau-Städte Donauwörth (2028) und Günzburg (2029). In Augsburg werden der Rathausplatz, die Maximilianstraße sowie die Wallanlagen als mögliche Austragungsorte diskutiert.
Für den Freistaat sei entscheidend, dass aus der Gartenschau ein nachhaltiges Projekt entsteht statt einer reinen „Blümchenschau“, betont der bayerische Umweltminister laut „Augsburger Allgemeine“. Wichtig seien geeignete Flächen von zehn bis 20 Hektar sowie eine breite politische und gesellschaftliche Unterstützung vor Ort.
Freistaat und EU fördern die Investitionen mit rund neun Millionen Euro, für die Durchführung kommt eine weitere Million hinzu. Augsburg könnte das Projekt nutzen, um angesichts zunehmender Hitzeperioden mehr Grün und Wasser in ihre Innenstadt zu bringen.
Mit rund einem Drittel Grün- und Waldfläche gehört Augsburg bereits zu den grünsten Großstädten in Deutschland. Die Ambitionen in der Fuggerstadt gehen aber noch weiter: Die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn berichtet von Überlegungen zu einer Bundesgartenschau. Diese Veranstaltung wäre für Augsburg jedoch frühestens 2047 möglich.
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