Landschaftsgärtner-Cup auf der GaLaBau-Messe

Bayern erobert den deutschen Meistertitel aus Hessen zurück

Das Baden-Württembergische Team ging akribisch und hochkonzentriert an die Arbeit. Der Lohn war ein hervorragender zweiter Platz. Foto: Hendrik Behnisch, Neue Landschaft

Im Süden nichts Neues: Das Team des Verbandes Garten,- Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Bayern, Julian Maier und Niklas Stadlmayr, hat auf der GaLaBau in Nürnberg den Landschaftsgärtner-Cup 2018 gewonnen. Damit lösten sie das Ticket für die internationale Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills", die 2019 im russischen Kasan ausgetragen wird.

Das Duo war ebenso wie seine Mitbewerber aus Baden-Württemberg im Vorfeld als Favorit gehandelt worden. Entsprechend erwartungskonform war auch das Abschneiden der Jungs aus dem Ländle, Adrian Hummel und Andreas Keck: Sie sicherten sich Platz Zwei.

Auch wenn die süddeutsche Dominanz beim bundesweiten Nachwuchswettbewerb ungebrochen bleibt, gab es zumindest eine kleine Überraschung: Das Team aus Sachsen, bestehend aus Robin Grisard und Josias Tiersch, errang die Bronzemedaille.



Karla Wolff (r.) aus dem Großraum Berlin verletzte sich am ersten Tag an der rechten Hand, musste vorübergehend ins Krankenhaus und kehrte danach tapfer auf ihre Baustelle zurück. Foto: Hendrik Behnisch, Neue Landschaft

Der Titelverteidiger stürzt vom Treppchen

Die hessischen Teilnehmer Jannik Hohmann und Felix Möller konnten nicht an die herausragenden Leistungen ihrer Vorgänger anknüpfen. Nachdem der FGL Hessen-Thüringen vor zwei Jahren Silber geholt hatte und im letzten Jahr sogar Deutscher Meister geworden war, sprang in Nürnberg nicht mal ein Platz auf dem Treppchen heraus: Hohmann und Möller mussten sich mit dem fünften Rang begnügen.

Einen noch deutlicheren Absturz erlebte der bundesweit größte Verband, der VGL Nordrhein-Westfalen. Verpassten dessen Vertreter im letzten Jahr nur knapp die Medaillenränge mit einem respektablen Platz Vier, stand dieses Mal nur der zehnte Platz zu Buche. Mit Ausnahme der Jungs aus Niedersachsen, die Vierter wurden, rangierten die Teams aus dem Norden wie 2017 im unteren Mittelfeld.

Der größte Pechvogel des Landschaftsgärtner-Cups ist und bleibt jedoch der FGL Berlin und Brandenburg. Vor zwei Jahren kämpfte sich einer seiner beiden Jungs nur mit Mühe und Not durch den Wettkampf - aufgrund einer schweren Knieverletzung, die er sich im Vorfeld des Cups zugezogen hatte, war an Medaillenränge nicht zu denken

. Als der Verband dann 2017 im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin selbst Gastgeber war, blieb seinen Vertretern nur die "Rote Laterne".

Und nun suchte die Berliner schon wieder das Verletzungspech heim: Karla Wolff, die mit ihrer Teamkameradin Jennifer Strauß das einzige Frauenteam des Wettkampfs stellte, schlug sich mit dem Fäustel versehentlich auf die Hand und musste vorübergehend ins Krankenhaus. Die 17-jährige konnte zwar weitermachen, aber das Frauen-Duo landete dennoch außerhalb der Wertung.

Der deutsche Meistertitel des GaLaBau-Nachwuchses bleibt 2018 dank der überzeugenden Leistung von Julian Maier (l.) und Niklas Stadlmayr wieder daheim in Bayern. Foto: BGL

Von allen Seiten beäugt

Der Landschaftsgärtner-Cup, der über zwei Tage im Messepark stattfand, stieß auf reges Besucher- und Medieninteresse. Einerseits waren von Beginn an Fotografen und Kameraleute am Start, die Details des Wettkampfs einfingen.

Andererseits zog das konzentrierte landschaftsgärtnerische Treiben auch viele Schaulustige an. Ob vom kleinen Biergarten nebenan oder beim Schlendern entlang der Arbeitsflächen: Tausende Augenpaare verfolgten das Geschehen aufmerksam.

Zeit, sich über ihre Außenwirkung Gedanken zu machen, hatten die 24 Teilnehmer allerdings nicht: Das Gesamtwerk, dass es auf einer Fläche von vier mal vier Metern zu bauen galt, musste nach 15 Stunden fertig sein. Dementsprechend herrschten höchste Konzentration und Tunnelblick.

Umso intensiver konnten die erschöpften Wettkämpfer dann bei der Siegerehrung die Publikumsgunst genießen - die johlenden Massen feierten alle teilnehmenden Teams, als ob es kein Morgen mehr gäbe.

Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2018 .

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