Bayern
München bereitet Nachtfahrverbot für Mähroboter vor

Vor den Mährobotern flüchten die Stacheltiere nicht, sondern rollen sich zusammen und werden von den scharfen Klingen der Roboter erfasst. Das führt zu schweren Verletzungen. Knapp die Hälfte der verletzten Igel überlebt das nicht.
In Köln ist die Allgemeinverfügung bereits seit dem 1. Oktober in Kraft. In München ist das Verbot noch in Vorbereitung. Im Münchener Stadtrat zeichnet sich eine breite Mehrheit ab: Dort liegen zwei Anträge zum Nachtfahrverbot für Mähroboter vor: Einer von der ÖDP sowie einer von SPD, Grünen und CSU. Nun prüft das Kreisverwaltungsreferat (KVR) der Landeshauptstadt eine entsprechende Regelung.
Verschiedene kleinere Gemeinden in Deutschland haben sich schon für ein Mähroboter-Nachtfahrverbot entschieden: Darunter sind Borkheide und Nuthetal in Brandenburg sowie Eichenau in Bayern. Die meisten von ihnen gingen dem Umweg über eine Lärmschutzverordnungen, weil sie über keine eigene Untere Naturschutzbehörde verfügen, die einen Erlass zum Nachtfahrverbot speziell für Mähroboter erteilen darf.
Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung hatten 370 in Deutschland dokumentierte Fälle von Schnittverletzungen an Igeln analysiert, die auf elektrische Gartenpflegegeräte zurückzuführen sind. Knapp die Hälfte der zwischen Juni 2022 und September 2023 aufgefundenen Igel überlebte die Verletzungen nicht. Die Daten wiesen ein ernstes Tier- und Artenschutzproblem für diese besonders geschützten Tiere nach, denn die meisten Igel wurden erst Stunden bis Tage nach den Unfällen gefunden. cm













