Bäume als Lösung: Baumschulen fordern Milliardenprogramm

BdB fordert fünf Milliarden Euro schweres Baumpflanzprogramm

Ein Baumpflanzprogramm des Bundes und der Länder in einer Größenordnung von bis zu 5 Milliarden Euro in den nächsten zehn Jahren fordert der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Zwar rede die Politik seit Jahren von naturbasierten Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel, doch sei in vielen Städten ein Nettoverlust im Baumbestand festzustellen, kritisiert BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl: "Hier brauchen wir schnell eine Trendumkehr."
Bund deutscher Baumschulen (BdB) Baumpflanzung
"Wir brauchen jetzt eine Baumpflanzoffensive, damit wir in zehn und zwanzig Jahren eine Überschattung des Stadtraums sicherstellen können", sagt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl. Foto: BdB

Da neu gepflanzte Jungbäume einige Zeit der Kultivierung benötigten, um groß genug zu wachsen, damit sie ihre biologische Funktion voll erfüllen können, dürfe man keine Zeit mehr verstreichen lassen. "Wir brauchen jetzt eine Baumpflanzoffensive, damit wir in zehn und zwanzig Jahren eine Überschattung des Stadtraums mit groß gewachsenen Bäumen sicherstellen können", drängt der BdB-Hauptgeschäftsführer.

Dabei gehe es auch um eine geschickte und zukunftsfähige Auswahl an Bäumen. "Gerade weil sich die Niederschläge vom Sommer in den Winter verschieben, benötigen wir ein Baumsortiment, dass diesen Veränderungen Rechnung trägt", erläutert Guhl. Nicht alle heimischen Bäume können mit trockenen Sommern umgehen. "Daher müssen vermehrt auch sogenannte Zukunftsbäume im Umgang mit dem Klimawandel gepflanzt werden, die nicht heimisch sind." Die Baumschulen seien in diesem Sinne verlässliche Partner der öffentlichen, aber auch der privaten Pflanzenverwender. cm/BdB

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