Videodreh an der Baumschule Lorberg

BdB startet Ausbildungskampagne zum Klimawandel

Markus Guhl (Geschäftsführer des BdB, l.) und Stefan Lorberg (Geschäftsführer der Baumschule Lorberg) freuen sich über die Zusammenarbeit. Foto: Danilo Ballhorn, Neue Landschaft

Im September hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) seine neue Ausbildungskampagne gestartet. Die Baumschule Lorberg in Tremmen war Schauplatz des Videodrehs. Die Kampagne, die Ende des Jahres auf Instagram und YouTube anlaufen wird, soll dazu beitragen, die nicht besetzten Lehrstellen zu füllen.

Werben um eine neue Mitarbeitergeneration

Erklärtes Ziel sei es gewesen, neue Maßstäbe zu setzen, sagte der Hauptgeschäftsführer des BdB, Markus Guhl. Das zentrale Thema der Image-Kampagne ist der Klimawandel, der in einem stimmungsvollen Video-Clip actionreich inszeniert wird. "Wir erhoffen uns damit, junge Leute anzusprechen und vor allem über Social-Media für Nachwuchskräfte zu werben, so Guhl.

Vielen Mitgliedsbetrieben des BdB würden Azubis fehlen und qualifizierte Fachleute seien schwer zu finden. Die nächsten zehn bis 20 Jahre seien entscheidend, um eine neue Generation an Mitarbeitern heranwachsen zu lassen, erläuterte Guhl das Vorhaben. Potenzielle Auszubildende sollen sich mit dem zukunftsgewandten Prestige als Klimaretter und Umweltschützer identifizieren, so Guhl. Daher solle die Klimaökonomie frech dargestellt werden, um auch in der Außenwirkung "Pfiff in das Berufsbild zu bekommen. "Wir wollen damit vor allem Schulabgänger aber auch gerne Quereinsteiger akquirieren", erklärte Guhl. Die Materie rund um die Aufgaben der Baumschulen soll demnach in allen Facetten dargestellt werden.

Das zentrale Thema der Image-Kampagne ist der Klimawandel, der in einem spannungsvollen Video-Clip actionreich inszeniert wird. Foto: Danilo Ballhorn, Neue Landschaft

Berliner Werbeagentur federführend involviert

Das Konzept hat die Berliner Werbeagentur "SALZ" im Auftrag des BdB entwickelt. Für die Stunts im Clip wurden zwei ausgebildete Schauspieler als Hauptdarsteller engagiert. Fünf Baumschul-Azubis komplettierten die sieben "Klima-Helden" der Kampagne. Für die Azubis der Baumschule Lorberg, Sina Schiebel und Paul Posner, waren die Dreharbeiten der Kampagne eine aufregende Erfahrung.

"Ich bin jetzt in meinem dritten Lehrjahr und es gibt mir ein gutes Gefühl, Gehölze großzuziehen und zu sehen, wenn diese in der Stadt gepflanzt werden. Es ist ein zukunftsträchtiger Beruf, die Qualität und Aufzucht von Bäumen zu begleiten und sicherzustellen, erklärte Posner. "Wir haben uns sehr gefreut, als wir gefragt wurden, bei der Kampagne mitzuwirken. Das war für uns eine ganz neue Erfahrung vor der Kamera zu stehen und es ist eine Abwechslung zum sonst anstrengenden Berufsalltag, ergänzte Schiebel. Einheimische Bäume durch klimaresiliente Gehölze zu ersetzen, spiele in den nächsten Jahren eine immer größer werdende Rolle, so Schiebel und Posner. Beide wollen nach abgeschlossener Ausbildung in der Baumpflege Fuß fassen.

Das Konzept für den Dreh der Kampagne entwickelte die Berliner Werbeagentur "SALZ" im Auftrag des BdB. Foto: Danilo Ballhorn, Neue Landschaft

Lockere und konzentrierte Stimmung am Set

In der alten Schlachtfabrik von Rüdersdorf bei Berlin begannen am 3. September die ersten Aufnahmen, bevor es am Nachmittag mit dem Dreh in der Baumschule Lorberg in Tremmen weiterging. Die Euphorie in Hinblick auf die neue Kampagne war bei den Dreharbeiten in der Baumschule Lorberg zu spüren. Am Set herrschte trotz des langen Drehtages eine lockere und zugleich konzentrierte Stimmung. Zusammen mit dem dritten Drehort in der Lausitz am 4. September wurden drei abwechslungsreiche Szenenbilder ausgewählt, die die Sequenzen in einer actiongeladenen Atmosphäre zeigen.

Der BdB schlägt mit dem unerwarteten Look einen modernen Weg ein, der im besten Fall bis in die Ebenen von NGOs und Politik getragen werden soll. Man will das Interesse für eine neue Umweltbewegung wecken. Jugendliche sollen sich als künftige Umweltschützer verstehen, um nach der Ausbildung ein intensiveres Verständnis für Klimaresilienz nach außen zu tragen. Die fünf Azubis wurden von ihren Betrieben für den Dreh freigestellt. Zuvor war ein Newsletter an alle Baumschulen des BdB versandt worden, dass Azubis für den Dreh gesucht werden. "Die Resonanz darauf hätte besser ausfallen können, resümierte die Referentin für Verbandskommunikation des BdB, Stefanie Gatzemeier, am Rande der Dreharbeiten. Danilo Ballhorn

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2020 .

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