Institut für Mittelstandsforschung:
Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen trotz Krisen hoch

Obwohl der absolute Umsatz der KMU 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen war, sank ihr Anteil am Gesamtumsatz dennoch, weil die Großunternehmen ihren Umsatz noch stärker steigern konnten. Mehr als 3,4 Millionen Unternehmen in Deutschland zählen gemäß der KMU-Definition der Europäischen Kommission zu den kleinen und mittleren Unternehmen, das sind über 99 Prozent aller Unternehmen der Privatwirtschaft.
In den Kleinst-, Klein- oder mittelgroßen Unternehmen arbeitet weiterhin mehr als die Hälfte aller abhängig Beschäftigten (19 Millionen von rund 36 Millionen). Auch die Ausbildung von Fachkräften findet überwiegend in den Unternehmen dieser Größenklassen (69,4 %) statt. Allerdings sinkt seit Jahren der Anteil der Auszubildenden in den Kleinst- und Kleinbetrieben, während der Azubi-Anteil in den größeren Betrieben stetig steigt. Vor allem Kleinstbetriebe mit weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geraten beim Wettbewerb um den Nachwuchs immer stärker ins Hintertreffen.
Der Anteil der KMU, die Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) nutzen, ist zwischen 2023 und 2024 um 8 Prozentpunkte auf 19 Prozent gestiegen. Damit liegt der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland mit KI-Nutzung zwar über dem EU-Durchschnitt, aber noch unter dem Anteil vergleichbarer Unternehmen in Dänemark (26 %), Schweden (24 %) oder Belgien (23 %).
cm/IfM Bonn









