Begrüntes Wandsystem bietet Sicht-, Schall- und Lärmschutz

In Heimenkirch-Meckatz im Westallgäu wird ein Biergarten durch eine 77 Meter lange Heckenkonstruktion abgeschirmt Foto: Rau Geosystem Süd

Eine ökologische Lärmschutzwand mit über 600 Efeu-Pflanzen schirmt einen Biergarten in Heimenkirch-Meckatz im Westallgäu ab. Die Hecke reduziert nicht nur den Schall, sondern grenzt die Gastronomie auch optisch von der Ortsdurchfahrt ab. "Die Besonderheit liegt darin, dass sich unsere Lärmschutz-Hecke optisch an die Konturen der Umgebung anpasst. Die Fußbreite verjüngt sich zum Teil von 1,20 m bis auf 40 cm, und auch die Höhe der Wand ist zwischen 1,50 und 3,30 m variabel gehalten", erklärt Erwin Königsberger, Geschäftsführer der Rau Geosystem Süd GmbH mit Sitz in Kaufbeuren.

Mit dieser Flexibilität und ihrer CE-Zertifizierung hebt sich die Hecke von anderen Lärmschutzkonstruktionen ab. "Wir können im Notfall noch direkt bei der Montage auf der Baustelle reagieren und die Konstruktion ändern, wenn es den technischen und baulichen Anforderungen entspricht. Das ist mit anderen Systemen wie Betonfertigteilen natürlich nicht möglich", erläutert Königsberger.

Die in Meckatz installierte Rau R3 extensiv ist 77 m lang und wurde mit insgesamt 230 t Sand und Schotter befüllt. Um eine besonders schnelle Begrünung zu gewährleisten, wurde im oberen Drittel der Wand ein weiterer Pflanzhorizont eingezogen. Außerdem musste die Wandinstallation so individuell angepasst werden, dass an den Mauern des Brauereigebäudes keine Schallreflektionen entstehen.

Die ökologischen Lärmschutzwände bieten Sicht-, Schall- und Lärmschutz von Anfang an. Die Pflanzen entwickeln sich auf einem Vlies mit aufgesteppter Kokosfaser. Wandmaterial und Oberflächenstruktur der ökologischen Lärmschutzwände bieten nach EN ISO 140-3 die bestmögliche Schalldämmung und den höchsten Standard bei der Schallabsorption, so der Hersteller.

Die Wände schlucken auch Abgase und tragen durch die Austauschprozesse bei der Photosynthese nachhaltig zum CO2-Gleichgewicht bei. Die Wände nutzen den Regen und kommen somit ohne künstliches Bewässerungssystem aus. Es wird ein UV-beständiges, unverrotbares Geotextil verwendet. Durch ein Stecksystem entfallen aufwändige Schweißarbeiten. Das System wird von Fachkräften vor Ort aufgestellt, kann aber auch als Bausatz geliefert werden. Die massiven und stückverzinkten Trägerprofile und Gittermatten des vorgefertigten Korbgerüsts sind korrosionsbeständig und so stark dimensioniert, dass statische Anforderungen erfüllt werden. Mit wenig Aufwand können sogar Photovoltaik-Module montiert werden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 10/2013 .

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