Beregnungsanlage für den Rasen der Darmstädter Sportstätten

An 20 Punkten sind Toro-Regner eingebaut, davon acht Vollkreisregner der Serie 640 sowie insgesamt zwölf Randregner der Serie 855. Foto: Toro

Auf den Tribünen sprießt Unkraut. Aber auch das macht den Charme des SV Darmstadt 98-Stadion aus. Sukzessive wird in Darmstadt allerdings aufgerüstet. Im Sommer 2014 hat die Darmstädter Sportstätten GmbH und Co KG mit der Strabag AG als Generalunternehmer erste Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Das Spielfeld wurde vergrößert, eine Rasenheizung eingebaut und in diesem Zuge eine hochmoderne Beregnungsanlage installiert.

Die Anlage ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen und für die Mannschaften nicht zu spüren. "Die Mittelfeldregner sind mit einer Naturrasenabdeckung mit besonders elastischer Gummilippe ausgestattet, unserem Toro Turf Cap, das sich nahtlos in die Rasenfläche einfügt. Die Randregner sind mit einer Kunstrasen-Abdeckung der neuesten Generation ebenso unsichtbar", erklärt Markus Blind, Vertriebsleiter Beregnung bei der Toro Global Services Company.

An 20 Punkten sind Toro-Regner eingebaut, davon acht Vollkreisregner der Serie 640 sowie insgesamt zwölf Randregner der Serie 855, davon jeweils zwei neben dem Tor. "Die Regner haben eine absolut konstante Drehgeschwindigkeit und verfügen alle über vier unterschiedliche Düsen, was zusammen zu einer außerordentlich gleichmäßigen Niederschlagsverteilung führt. Das ist optimal für den Rasen und den Wasserverbrauch", erklärt Lars Schultze, Geschäftsführer der D-S Beregnungsanlagen GmbH, die für den Einbau verantwortlich war. "Zudem handelt sich hier um schnell drehende Regner, die für eine volle Umdrehung nur rund 40 Sekunden benötigen und dabei dennoch mit einen gleichmäßigen Wasservorhang ausbringen, was gerade in der Halbzeit sehr von Vorteil ist", ergänzt Blind.

Beim Einbau der Anlage hat man vorausschauend gedacht. Bislang gab es keine Probleme mit der Belüftung des Rasens oder zu viel Schatten Mit dem geplanten Umbau und neuen Tribünen könnte sich das ändern. Darum hat man in der Rasentragschicht sechs fest installierte Bodensensoren verteilt, die bei der Optimierung der Beregnung helfen. Sie messen die Feuchtigkeit des Rasens, den Salzgehalt und die Temperatur. Anhand dieser Informationen können Düngeparameter exakt dosiert oder Rasenkrankheiten frühzeitig erkannt werden.

Die Daten werden alle fünf Minuten per Funk an das internetbasierte Steuerungssystem TriComm übertragen. TriComm ermöglicht via GPRS-Modem oder LAN-Verbindung die automatische Überwachung, Steuerung und Bedienung des Systems über internetfähige Endgeräte, wobei jederzeit auch ein manuelles Eingreifen möglich ist. Das System erkennt auch Störungen oder Abweichungen und schlägt per SMS und E-Mail Alarm.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 11/2015 .

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