Berliner Kienbergpark wird ökologisch aufgewertet

Berlin: Früheres IGA-Gelände wird klimaresilient umgestaltet

Anfang Oktober hat die landeseigne Grün Berlin GmbH neue Maßnahmen zur klimaresilienten Umgestaltung des Berliner Kienbergparks gestartet.
Klimaresilienz Klimagerechte Landschaftsplanung
Der Kienbergpark mit seiner namensgebenden, bewaldeten Anhöhe. Sie wird seit der IGA von einer Seilbahn erschlossen. Foto: A. Savin, Wikimedia Commons, Free Art License 1.3

Das Gelände war 2017 Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung (IGA). Ziel ist es, die Parklandschaft durch Neupflanzungen nachhaltig weiterzuentwickeln und dadurch biologisch vielfältig und robuster auszustatten.

Im bereits zweiten Maßnahmenabschnitt werden dafür auf einer Fläche von 9,1 ha gebietseigene Gehölzarten bewahrt und schrittweise ergänzt. In den kommenden Jahren soll so ein stabiler Laubmischwald mit vielfältigen Waldrändern und Offenlandflächen entstehen. Der Kienbergpark dient als ökologische Ausgleichsfläche im Leitprojekt Biotopverbund Wuhletal des Berliner Ökokontos. Die Maßnahmen mit insgesamt 13.000 Neupflanzungen werden in drei Bauabschnitten bis Ende 2029 umgesetzt.

NL-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
Gärtner (m/w/d) für die Stadtgärtnerei, Freising  ansehen
Ingenieur:in - Landschaftsarchitektur (w/m/d) -..., Bremerhaven  ansehen
Landschaftsarchitekt:innen (w/m/d)..., Frankfurt am Main  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen
Klimaresilienz Klimagerechte Landschaftsplanung

Bevor im zweiten Teilbereich des Kienbergparks 5.500 neue Gehölze gepflanzt werden können, mussten vorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden. Im Januar 2024 wurde mit einer gezielten Eindämmung invasiver Pflanzenarten wie dem Götterbaum begonnen, der die Biodiversität des Kienbergs gefährdet, weil er sich über zahlreiche Wurzelausläufer stark ausbreitet und dabei andere Pflanzen verdrängt. Zum Einsatz kam die naturschutzfachlich empfohlene Methode des "Ringelns": Dabei wird ein mehrere Zentimeter breiter Streifen der Rinde am unteren Stamm entfernt. Die Technik unterbricht die Versorgung des Gehölzes, stoppt das unkontrollierte Wachstum und verhindert die Bildung neuer Ausläufer. Die Neophyten werden nun entnommen oder auf geeignete Höhen eingekürzt und dienen verschiedenen Tierarten weiterhin als Lebensraum.

Ab November ergänzen einheimische Gehölze den bestehenden Bestand im Kienbergpark: Stieleiche, Hainbuche und Hängebirke bilden künftig das Gerüst eines stabilen Laubmischwaldes. Blühsträucher wie Hartriegel, Hundsrose und Schneeball bereichern die Waldränder und bieten Nahrung und Schutz für zahlreiche Tierarten.

Alle Pflanzen stammen aus zertifizierter gebietsheimischer Herkunft, was ihre Fähigkeit erhöht, die Artenvielfalt zu fördern und den Wald gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken.

cm/Grün Berlin

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

Redaktions-Newsletter

Aktuelle GaLaBau Nachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen