Klimaanpassung

Berlin investiert 50 Millionen Euro zusätzlich für das Stadtgrün

Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel hat im Berliner Landeshaushalt viel Geld für das Stadtgrün ausgehandelt. Foto: Grüne Fraktion Berlin

Zusätzliche Mittel für Grünflächenämter, Parks und Straßenbäumen sieht der Berliner Landeshaushalt 2020/21 vor. Nach Angaben von Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel, die die das Geld im parlamentarischen Haushaltsausschuss beantragte, summiert sich das Volumen auf rund 50 Millionen Euro. Damit soll vor allem die Klimaanpassung des Stadtgrüns vorangetrieben werden.

Zum Pflanzen und Pflegen von Straßenbäumen und Parks wird die Hauptstadt im kommenden Jahr 14,8 Millionen Euro ausgegeben, 2021 stehen erneut 14,8 Millionen Euro zur Verfügung. An die zwölf Berliner Bezirke werden davon im Schnitt jährlich jeweils 1,2 Millionen Euro fließen. Sie sind für die Grünpflege zuständig. Vergeben werden die Mittel nach Wertigkeit der von einem Bezirk verwalteten Grünflächen. Für hochwertige öffentliche Anlagen werden 75 Euro pro m² veranschlagt, für Standard-Anlagen 15 Euro pro m² und für einfache Anlagen 7 Euro pro m².

Acht Millionen Euro für Stadtbaumkampagne

Für die Stadtbaumkampagne des Landes werden weitere 8 Millionen Euro eingesetzt, entschied der Haushaltsausschuss des Landesparlaments. Im kommenden Jahr gibt es 3 Millionen Euro für klimaresiliente Bäume, 2021 sind es dann 5 Millionen Euro. Die Berliner Forsten erhalten 3,7 Millionen Euro für den Mischwald-Umbau und die Klimaanpassung.

Zur "Umsetzung der Strategie Stadtlandschaft" können 2020/21 rund 10 Millionen Euro ausgegeben werden. Das Konzept des Büros bgmr Landschaftsarchitekten wird in Berlin seit 2012 verfolgt. Dabei geht es um die Profilierung des Grüns als Teil einer integrierten Stadtentwicklung. Zuletzt wurde aus dem Programm das Projekt "Parkmanager" finanziert. Dabei handelt es sich um eine Person, die in problematischen Grünanlagen unterwegs ist, um Kleinkriminalität einzudämmen.

„Stadt fit für die Klimakrise machen“

"Für die Bäume herrscht jetzt schon Klimanotstand", sagte die Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen. "Deshalb müssen wir die Stadt fit für die Klimakrise machen." Dazu gehöre auch eine personelle Verstärkung der zwölf bezirklichen Grünflächenämter. Eine Investitionsoffensive für den Grünbau sei dringend notwendig, weil eine Stadt ohne Stadtgrün nicht lebenswert sei.

Fortgesetzt wird deshalb die Reinigung von 46 Berliner Parks und Waldstücken aus Landesmitteln. Das ursprüngliche Vorhaben des Berliner Senats, den Bezirken die Kosten von insgesamt 3 Millionen Euro (2020: 1 Mio., 2021: 2 Mio.) aus dem Grünflächen-Budget zu nehmen, wurde vom Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses verhindert. cm

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2019 .

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