Landschaftsgärtner-Cup 2020 in Nürnberg

Berufsnachwuchs bestreitet Geisterwettbewerb im Messepark

Annika Hertz-Eichrode (l.) und Katharina Marenghi wird wohl besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden: Sie sind nicht nur das einzige reine Frauenteam des Wettbewerbs, sondern treten zudem für Baden-Württemberg mit der Mission "Titelverteidigung" an. Foto: VGL Baden-Württemberg

Matthias Bals (l.) und Tim Deitmer haben den NRW-Vorentscheid zwar nicht gegen über 100 andere Teams im Dortmunder Westfalenpark gewonnen, bringen aber viel Wettkampferfahrung mit nach Nürnberg. Foto: VGL NRW

Die Messe mag ausfallen, der Landschaftsgärtner-Cup tut es nicht: Obwohl die GaLaBau in Nürnberg wegen der Corona-Pandemie längst gecancelt worden ist - der Berufsnachwuchs wird wie geplant im Messepark um die Deutsche Meisterschaft gärtnern. Am 17. und 18. September wird der Cup in der Frankenmetropole ausgetragen - wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen als üblich. Denn aus Seuchenschutzgründen wird kein Publikum zugelassen sein.

Die Landschaftsgärtner behaupten sich - outdoors!

Das der Wettkampf von der Halle 2a im Jahr 2016 in den Messepark umgezogen ist, erweist sich in Zeiten von Corona als großer Vorteil: Da die Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 an der frischen Luft bedeutend geringer ist als in geschlossenen Räumen, gab es von den GaLaBau-Landesverbänden bereits frühzeitig grünes Licht für den Cup. Das hat Signalwirkung und Symbolcharakter: Schließlich spielt sich das Schaffen der Landschaftsgärtner fast ausschließlich outdoors ab - wodurch sich die gesamte Branche trotz Corona-Auflagen souverän behauptet. Das einvernehmliche Festhalten am Landschaftsgärtner-Cup ist da nur folgerichtig.

Der Weg dorthin war dieses Mal jedoch mühsamer als sonst: Bei den Vorentscheiden konnten viele Ursprungstermine nicht gehalten werden, zahlreiche Verschiebungen waren die Folge. Bei Redaktionsschluss standen sogar noch die Landschaftsgärtner-Cups in Bayern sowie Hessen-Thüringen aus. Wie stark der Handlungsspielraum der Landesverbände durch das Virus begrenzt war, zeigt am deutlichsten der Blick nach NRW: Anstatt der üblichen über 200 Teilnehmer konnten dieses Mal nur 32 am dortigen Vorentscheid teilnehmen. Die berühmt-berüchtigte Mega-Sause im Dortmunder Westfalenpark fiel komplett ins Wasser, stattdessen musste in Münster-Wolbeck um die Wette gegärtnert werden.

Aufs Siegerteam warten die WorldSkills 2021

Wenn sich Mitte September die besten GaLaBau-Azubis der Republik miteinander messen, werden in der Arena zwar weniger Anfeuerungsrufe erklingen als sonst. Doch auch ohne neugieriges Publikum ist Nervenkitzel vorprogrammiert: Es gilt schließlich nicht nur, für das eigene Bundesland Gold zu ergattern, sondern sich auch einen Startplatz bei der Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills" zu sichern, die 2021 in der chinesischen Metropole Shanghai ausgetragen wird.

Amtierender deutscher Meister ist Baden-Württemberg, das 2019 auf der BUGA Heilbronn einen viel bejubelten Heimsieg erringen konnte. In Nürnberg liegt es am bislang einzigen Frauen-Doppel aus Katharina Marenghi sowie Annika Hertz-Eichenrode, die Goldmedaille erneut ins Ländle zu holen. Für den Vorjahreszweiten NRW gehen dieses Mal Matthias Bals und Tim Deitmer an den Start - übrigens gestählt durch die Erfahrung, beim Vorentscheid zweimal hintereinander die Medaillenränge erreicht zu haben.

Aus Sachsen-Anhalt reisen Toni Handschke und Dominik Kirchner nach Nürnberg, für den Freistaat Sachsen treten Erik Stanke und Phil-Elias Kornmacher im Messepark an. Als Sieger des Vorentscheids von Berlin und Brandenburg haben Charles Dolling und Phlilpp Lockau ihr Ticket für die Endrunde gelöst, für Niedersachsen-Bremen gehen Sarah Schütte und Jannik Hölting an den Start. Unter ganz ungewöhnlichen Umständen hat sich das gemischte Doppel aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland für die Endrunde qualifiziert: Corona-bedingt mussten Laura Meyer und Daniel Tholl ihre Bauaufgabe beim Social Media-Cup jeweils einzeln bewältigen und ihre Arbeitsschritte visuell dokumentieren. Fremd sind die beiden einander jedoch nicht - schließlich stehen sie beim selben Ausbildungsbetrieb in Lohn und Brot.

Hendrik Behnisch

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2020 .

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