Beschäftigtenanteil ukrainischer Geflüchteter verdreifacht

Der Beschäftigungsanstieg konzentriert sich stark auf kleine und mittlere Betriebe. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.
Rund 242.000 Geflüchtete aus der Ukraine waren im vierten Quartal 2024 bundesweit in Arbeit. Davon waren gut zwei Drittel in Betrieben mit zehn bis 249 Beschäftigten tätig. Dieser Anteil liegt deutlich über dem Anteil aller Beschäftigten in dieser Betriebsgrößengruppe von 54 Prozent.
41 Prozent der Betriebe, die im vierten Quartal 2024 Personal suchten, gaben an, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Person eingestellt, die aus der Ukraine nach Deutschland geflohen war. Hochgerechnet haben rund 124.000 Betriebe mindestens einen Geflüchteten aus der Ukraine während der letzten zwölf Monaten eingestellt.
Bei der Anerkennung ukrainischer Berufsqualifikationen wurde im vergangenen Jahr mit rund 7300 Anträgen ein neuer Höchstwert erreicht. Das geht aus einer Sonderauswertung des BIBB-Anerkennungsmonitorings hervor. Damit ist die Ukraine nach der Türkei der Ausbildungsstaat mit den zweitmeisten Anträgen im Bereich der Anerkennung in Deutschland. Die Antragszahl hat sich innerhalb von nur zwei Jahren verfünffacht. Auch bei der Zeugnisbewertung ukrainischer Hochschulabschlüsse gab es mit 45 100 Anträgen einen neuen Höchststand.
IAB/BIBB
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