Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Beschäftigungsquote Geflüchteter nähert sich dem Durchschnitt

90 Prozent aller beschäftigten Geflüchteten gingen 2024 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung lag dieser Anteil bei 92 Prozent. Zählt man die Selbstständigen hinzu – rund 5 Prozent der 2015 Zugezogenen waren 2023 selbstständig – ergibt sich eine Erwerbstätigenquote von etwa 70 Prozent. Die Beschäftigungsquote hat sich damit bereits bis auf 6 Prozentpunkte an das Niveau der Gesamtbevölkerung angenähert.
Mit 76 Prozent lag die Beschäftigungsquote geflüchteter Männer vier Prozentpunkte höher als beim Durchschnitt der männlichen Bevölkerung in Deutschland. Bei Frauen betrug sie mit 35 Prozent nur die Hälfte des weiblichen Bevölkerungsdurchschnitts. Ursache dafür sind eine überdurchschnittlich hohe Teilzeitarbeitsquote, ein schlechterer Zugang zur Kinderbetreuung, geringere Bildungsabschlüsse, die Konzentration auf reglementierte Berufe sowie fehlende soziale Netzwerke.
2023 lag der mittlere Bruttomonatsverdienst aller erwerbstätigen Geflüchteten bei 2297 Euro, bei Vollzeitbeschäftigten bei 2675 Euro – rund 70 Prozent des Medianverdienstes aller Vollzeitbeschäftigten und nur knapp über der Niedriglohnschwelle (66 %). 84 Prozent der abhängig Beschäftigten bestritten ihren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit. Der Anteil der Leistungsbezieher unter den 2015 Zugezogenen sank auf 34 Prozent, blieb aber über dem Bevölkerungsdurchschnitt. cm/IAB
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