BGL legt Herbst-Konjunkturumfrage für den GaLaBau vor
Der Optimismus im GaLaBau kehrt langsam zurück

Auf die Frage "Wie beurteilen Sie Ihre gegenwärtige Geschäftslage?" bewerteten 93 Prozent der GaLaBau-Unternehmer die Lage mit den Schulnoten 1 bis 3 ("sehr gut" bis "befriedigend"). 2024 waren das 94,3 Prozent. 7 Prozent sagten zu jetzigen Lage, sie sei "schlecht". 2024 waren das 5,8 Prozent. Das sind keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Das Niveau der Zufriedenheit bleibt sehr hoch, das Niveau der Unzufriedenheit sehr niedrig.
Auftragslage der Landschaftsgärtner stabil
"Wie beurteilen Sie Ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate?" Mit "günstiger" antworteten auf diese Frage rund 6 Prozent (2024: 5 %) der Unternehmer, "gleichbleibend" sagten 73 Prozent (2024: 68,7 %). Dass sie "ungünstiger" wird, erwarten 21 Prozent (2024: 26 %). Hier zeigt sich ein deutlich positiverer Blick auf die wirtschaftliche Lage des eigenen Betriebs im Frühjahr 2026. Der Optimismus ist seit zwei Jahren stetig gewachsen.
Die Auftragslage bleibt im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stabil. Sie sei "besser" geworden, finden 15,3 Prozent (2024: 11,9 %) der Betriebe. Sie sei "gleich" geblieben, sagen 53,6 Prozent (2024: 57,3 %). Die Anzahl der Unternehmer, die ihre Auftragslage im Jahresvergleich "schlechter" einschätzen, liegt bei 31,2 Prozent (2024: 30,9 %). Die gute Nachricht: Danach sind 3,4 Prozent der Befragten im Laufe des Jahres 2025 von "gleich" nach "besser" gewechselt und nur 0,3 Prozent von "gleich" nach "schlechter". Der durchschnittliche Auftragsbestand bei Neu- und Umbau liegt wie im Herbst 2024 bei 17 Wochen. Das unterstreicht eine anhaltend solide Grundauslastung der Branche.
GaLaBau-Betriebe beweisen Krisenfestigkeit
Die wirtschaftliche Lage im GaLaBau bleibt herausfordernd, doch viele Betriebe beweisen Krisenfestigkeit. 38,6 Prozent" (2024: 42,6 %) der GaLaBau-Unternehmer berichten, die Ertragslage "entspricht den Erwartungen". Knapp 50 Prozent (2024: 45,9 %) sehen sie als "verbesserungsfähig". 11,5 Prozent (2024: 11,5 %) der Unternehmen bewerten ihren Gewinn als "unbefriedigend".
Damit bleibt das Ertragsumfeld anspruchsvoll, aber stabil: Der Anteil mit "unbefriedigend" stagniert, während mehr Betriebe eine verbesserungsfähige, aber tragfähige Lage sehen.
Erfreulich ist die Beschäftigungslage: 38 Prozent der Befragten im Garten- und Landschaftsbau haben ihre Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Durchschnittlich zählen die Betriebe 22 Beschäftigte.

Zukunftsaussichten deutlich optimistischer
Für dieses Jahr schätzen die befragten Unternehmer ihre betriebliche Situation mit deutlicher Mehrheit positiv ein: 89,8 von ihnen bewerten die Situation mit den Schulnoten 1 bis 3 ("sehr gut" bis "befriedigend"). Eine breite Mehrheit von 89 Prozent vergibt für die GaLaBau-Branche in diesem Jahr eine 1 bis 3. Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger als 2024 (91,3 %).
Für die nächsten fünf Jahre schätzen 89,1 Prozent der GaLaBau-Unternehmer ihre betrieblichen Aussichten mit den Noten 1 bis 3 ein. Das ist ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (2024: 88,4%).
Für die Aussichten der GaLaBau-Branche in den nächsten fünf Jahren vergeben 82,2 Prozent der Befragten die Schulnoten 1 bis 3. Das ist ein Anstieg um 3,4 Prozentpunkte (2024: 78,8).
Maßnahmen zur Konjunkturbelebung beschleunigen
"Die Geschäftslage im GaLaBau erweist sich nach wie vor als robust, auch wenn sich unsere Branche nicht von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln kann", sagte BGL-Präsident Thomas Banzhaf. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) forderte, dass Maßnahmen zur konjunkturellen Belebung, vor allem der Abbau überflüssiger Bürokratie und die von der Bundesregierung angekündigten Infrastrukturprogramme, nicht aufgeschoben werden dürften.
"Handeln bleibt das Gebot der Stunde: Angesichts des enormen kommunalen Investitionsstaus müssen die Mittel aus dem Sondervermögen zügig vor Ort ankommen", ergänzte Banzhaf nach Berlin gerichtet.
Die dem Klima- und Transformationsfonds und den Ländern zugewiesenen Mittel des Sondervermögens müssten gerade auch einem klimagerechten Umbau der Städte zugutekommen, forderte der BGL-Präsident.
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