Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund

BGL richtet seine Initiative "Grün in die Stadt" neu aus

Die BGL-Initiative "Grün in die Stadt" wird digital. Der Startscreen ihrer Website hilft, passende Fördermittel zur Grünentwicklung zu finden. Grafik: BGL

Die vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) getragene Initiative "Grün in die Stadt" erhält eine neue Ausrichtung. In den vergangenen zwei Jahren warb sie mit Pop-up-Parks in über 20 Städten für die positiven Aspekte städtischen Grüns. Nun wird die BGL-Initiative digitaler. Vorrangige Zielgruppe werden die Kommunen. Unterstützt wird das Projekt vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB).

Künftig soll ein "Förder-Check" der Initiative im Internet den kommunalen Entscheidern helfen, die für sie passenden Fördermittel zur Grünentwicklung schnell und unkompliziert zu finden. Der interaktive Check steht auf der Website der Initiative, gruen-in-die-stadt.de. Mehr als drei Klicks sollen für die Suche nicht nötig sein. Dann wählt ein Algorithmus die geeigneten Förderprogramme aus. Am Ende der Suche steht ein Überblick, welche Förderprogramme für das jeweilige Bundesland in Frage kommen. Die Fördervoraussetzungen werden erläutert und das passende Antragsformular zur Verfügung gestellt. Erfolgreiche Förderbeispiele aus anderen Kommunen machen die Vorgehensweise anschaulich. Fragen aus den Kommunen können zusätzlich am Telefon, per E-Mail oder im Chat beantwortet werden. So wird die richtige Beantragung von Fördergeldern deutlich vereinfacht.

"Wir hatten den Eindruck, dass kommunalen Entscheidern möglicherweise gar nicht bewusst ist, wie viele Fördermöglichkeiten es für mehr Stadtgrün in ihrer Kommune gibt", erläuterte BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch. Foto: BGL

Bund-Länder-Förderprogramm ankurbeln

Die BGL-Maßnahmen kommen zum richtigen Zeitpunkt. Nach Recherchen der Neuen Landschaft läuft das neu aufgelegte Bund-Länder Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" bundesweit nur schleppend an. Obgleich dafür im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro zur Verfügung standen, riefen einige Bundesländer davon kaum eine Million Euro ab, andere sogar gar nichts. Und nach dem Oberbürgermeister-Barometer 2018 des Deutschen Instituts für Urbanistik rangiert das Stadtgrün nicht einmal unter den ersten zehn auf der Rangliste der von den Stadtoberhäuptern benannten, wichtigsten Zukunftsthemen für die Kommunen.

"Wir hatten den Eindruck, dass kommunalen Entscheidern möglicherweise gar nicht bewusst ist, wie viele Fördermöglichkeiten es für mehr Stadtgrün in ihrer Kommune gibt", erklärte BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch. Bereits im vergangenen Jahr schrieb der Bundesverband deshalb seine Kampagne "Grün in die Stadt" unter mehreren Werbeagenturen mit der Hauptzielgruppe Baustadträte, Bürgermeister, Kämmerer, Beigeordnete, Gartenamtsleiter und ihren Verwaltungen neu aus. Sie sollte die Bedeutung städtischen Grüns auf der Agenda von Städten und Gemeinden steigern.

Berliner Agentur WE DO setzte sich durch

Durchsetzen konnte sich schließlich die Berliner Agentur WE DO communication, die bereits 2015 die Kampagne "Grün in die Stadt" mit Roadshow und Website entworfen hatte. Im Oktober 2017 legte sie ein Konzept unter dem Titel "Mehr Grün wagen!" vor. Sie stellte nicht nur das Förderprogramm "Zukunft Stadtgrün" in den Mittelpunkt der Initiative, sondern wollte auch zeigen, wie einfach es ist, die Fördermittel zu beantragen.

Auf Informationsveranstaltungen mit dem DStGB in mehreren Bundesländern tritt die Initiative "Grün in die Stadt" mit Werbewänden, Tablets und Infopulten auf. Foto: Harald Mikulla

Beispiele erfolgreicher Kommunen sollten das anschaulich machen und es sollte praktische Unterstützung geben. Das vorgestellte Konzept überzeugte sowohl den BGL-Ausschuss Stadtentwicklung als auch den Hauptausschuss des Verbandes.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat der Initiative "Grün in die Stadt" seine Unterstützung zugesagt. Die Interessenvertretung der kommunalen Selbstverwaltung gegenüber Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und Europäischer Union ist schon lange der Meinung, dass mehr für das Grün im urbanen Raum getan werden sollte. "Städtisches Grün spielt in kommunalen Planungsprozessen eine immer größere Rolle", erklärte Alexander Handschuh, Pressesprecher des DStGB, "Für mehr Attraktivität und Lebensqualität in Städten und Gemeinden, aber auch für die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel."

Ein Mailing an alle Bürgermeister

Der "Förder-Check" auf gruen-in-die-stadt.de geht jetzt online. Er wird fortlaufend erweitert und aktualisiert. Die neu ausgerichtete Initiative wird begleitet durch Anzeigen in Fachzeitschriften für kommunale Entscheider und einem Mailing an alle Bürgermeister in Deutschland. Darin enthalten: Ein aufmerksamkeitsstarker Flyer. Zudem ist geplant, auf Veranstaltungen des DStGB den "Förder-Check" und die Kampagne vorzustellen. "Grün in die Stadt" tritt dort mit Werbewänden, Tablets und Infopulten auf.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2018 .

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