Zecken
Borreliose-Fälle in Bayern und im Osten Deutschlands angestiegen

Wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird Borreliose von Zecken übertragen, die im Unterholz von Gärten, Parks und Wäldern leben. Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose jedoch keine Impfung.
Allein in Bayern sind den Behörden im vergangenen Jahr fast 5500 mit Borreliose infizierte Menschen gemeldet worden. Berlin registrierte etwa 1400 Fälle, in Sachsen waren es über 2600. Weil Borreliose-Infektionen nicht bundesweit meldepflichtig sind, gibt es dazu keine genauen Angaben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Bayern als Risikogebiet eingestuft. Inzwischen sind jedoch auch der Osten Deutschlands sowie das Saarland und Rheinland-Pfalz stärker von der Krankheit betroffen. Ein milder Winter und ein feuchter Sommer hatte die Zeckenpopulationen gestärkt.
Die meisten Borreliose-Infektionen verlaufen unbemerkt. Ein typisches Zeichen, das in etwa 90 Prozent der Fälle auftritt, ist die sogenannte Wanderröte. Dabei handelt es sich um eine mindestens 5 cm große ringförmige Hautrötung, die üblicherweise in der Mitte blasser ist als am Rand und sich über Tage langsam nach außen verbreitet. In 3 Prozent der Fälle greift die Krankheit das Nervensystem an, in 5 Prozent der Fälle kommt es zu Gelenkentzündungen. Eine frühe Behandlung mit Antibiotika führt in der Regel zu einer raschen und vollständigen Genesung. Schwere Krankheitsverläufe können so verhindert werden.
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