Experten tauschen sich über nachhaltige Konzepte aus

Brandenburg: FGSV diskutiert umweltgerechtes Planen

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) hatte zur Landschaftstagung am 8. und 9. Mai in der Potsdamer Schiffbauergasse eingeladen. Zwei Tage lang diskutierten rund 500 Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Planung und Praxis über zentrale Herausforderungen und innovative Ansätze der landschaftsbezogenen Verkehrsplanung.
Klimaschutz
"Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind integrale Bestandteile der Planung von Straßenbau- und weiteren Verkehrsprojekten", sagte Infrastrukturminister Detlef Tabbert. Foto: Ines Hasenau

Im Fokus standen Themen wie Klimaschutz im Straßenbau, digitales Landscape Information Modeling (LIM), Kompensationsflächenmanagement und Umweltbaubegleitung. Fachvorträge, interaktive Arbeitskreise, eine begleitende Ausstellung sowie eine thematische Exkursion boten vielfältige Gelegenheiten zur fachlichen Vertiefung und Vernetzung.

Ein zentrales Thema war die Integration ökologischer Ziele in die Verkehrsplanung. Detlef Tabbert, Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, forderte dazu auf, die Mobilität in ihrer Gesamtheit zu denken: "Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind deshalb integrale Bestandteile der Planung von Straßenbau- und weiteren Verkehrsprojekten." Sein Ministerium hatte 2024 das erste Mobilitätsgesetz eines Flächenlandes auf den Weg gebracht, um den Umweltverbund deutlich zu stärken und damit die Umwelt zu schonen. Im Straßenbau unterstützen eine landesweite Radverkehrsstrategie, eine Alleenkonzeption sowie ein Ortsdurchfahrten-Leitfaden die Umsetzung des Gesetzes.

Inhaltlich geprägt wurde die Veranstaltung durch zahlreiche Fachvorträge namhafter Experten. Darunter waren Beiträge zum Klimaanpassungsbedarf in der Planungspraxis, zur Digitalisierung ökologischer Planungsprozesse, zur rechtlichen Einordnung von Kompensationsmaßnahmen sowie zur Umsetzung ökologischer Anforderungen beim Brückenersatzneubau und in der Gehölzpflanzung. Die praxisnahen Vorträge lieferten Impulse und wurden durch moderierte Arbeitskreise vertieft, in denen konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert wurden.

"Die große Beteiligung und die fachliche Tiefe haben gezeigt, wie hoch der Bedarf an Austausch über umweltgerechtes Planen und nachhaltiges Bauen ist", resümierte Dr.-Ing. Stefan Klotz, Vorsitzender der FGSV. Besonderes Interesse fanden eine Ausstellung des Landes Brandenburg und eine Exkursion zu beispielhaften Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Potsdamer Umland. Zwei thematische Stadtrundgänge rundeten das Programm ab und gaben Einblicke in die städtebauliche Entwicklung Potsdams. FGSV

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