Zwei grüne Großveranstaltungen sind vergeben

BUGA 2025 geht an Schwerin, IGA 2027 an die Metropole Ruhr

Die Bundesgartenschau soll 2025 den Garten des Schweriner Schlosses ganz neu erlebbar machen. Foto: BUGA2009 GmbH

Der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat die grünen Großveranstaltungen für 2025 und 2027 vergeben. Die Bundesgartenschau 2025 geht an Schwerin und die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 an die Metropole Ruhr. In beiden Fällen kehren die grünen Events in Städte zurück, die bereits Gastgeber von Bundesgartenschauen gewesen sind.

Grünes Event kehrt in drei Städte zurück

Schwerin wird zum zweiten Mal eine Bundesgartenschau ausrichten. Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns war bereits 2009 Gastgeberin der BUGA gewesen. Essen hatte 1965 eine Bundesgartenschau ausgerichtet, Gelsenkirchen 1997. In Schwerin soll die Öffnung der Stadt zum Wasser weiterentwickelt werden. Die Bürogemeinschaft SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH in Berlin schlägt in einer Machbarkeitsstudie vor, durch eine "SchwerinLine" entlang des Schweriner Sees zwischen Schloss und Mueß einen touristischen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürger zu schaffen. Dazu sollen bereits vorhandene touristische "Perlen" ausgebaut und vernetzt werden. Die "SchwerinLine" ist als "Uferweg der unterschiedlichen Geschwindigkeiten", Bewegungs- und Mobilitätsformen geplant.

Schwerin ist finanzierbar und förderfähig

Die neue BUGA will zudem den Schloss- und Küchengarten, den Zoo und das Freilichtmuseum Mueß ganz neu erlebbar machen. Behutsam wird die per Schiff erreichbare Insel Kaninchenwerder einbezogen. Das folgt der Entwicklung, auch Naturräume und Naturbesinnung in die Bundesgartenschau einzubeziehen. Aus dem Schweriner Zoo soll bis 2025 ein Zoologischer Landschaftsgarten werden.

Der Blick vom Florianturm in Dortmund überzeugte die DBG-Bewertungskommission: Der Wandel zur Stadtlandschaft hat in der Metropole Ruhr schon begonnen. Foto: RVR/ Olaf Ziegler Foto: RVR/Olaf Ziegler

Die Schweriner Studie ist nach Auffassung der Bundesgartenschau-Gesellschaft eine Planungsgrundlage, die finanzierbar und förderfähig ist. Die Stadt habe die Möglichkeit, die BUGA als Ansparmodell zu sehen und in den kommenden Jahren Rücklagen im Haushalt zu bilden. Das habe bereits bei der Vorgänger-BUGA in Mecklenburg-Vorpommern 2009 funktioniert.

Ruhr präsentiert fünf Landschaftsräume

Die Internationale Gartenausstellung 2027 wird von 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr getragen. Mit im Boot sind Verbände wie die Emschergenossenschaft und der Lippeverband, die regionale Wirtschaft und das Land Nordrhein-Westfalen. Eine 2013 von SINAI (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) sowie Imorde (Münster/Berlin) entwickelte Machbarkeitsstudie stellt für das Vorhaben die Frage "Wie wollen wir morgen leben?" in den Vordergrund. Fünf Landschaftsräume sollen sich dazu mit dem innovativen Wandel von der Industrieregion zur Stadtlandschaft 3.0 beschäftigen: post-industriell, ländlich, urban, technologisch und agro-urban. Dazu will der Gartenbau innovative Konzepte vorstellen. Infrastrukturell sollen sich Städte neu verbinden, Akteure vernetzen und die regionale Zusammenarbeit erprobt werden. Das Konzept baut auf Vorgängerprojekte wie Essen als "Grüne Hauptstadt Europas 2017", die Entwicklung Bottrops zur "Innovation City", die Sanierung der Emscher und die Aktivitäten zur "Klimametropole RUHR 2022".

Den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 schätzt die Machbarkeitsstudie auf etwa 42 Mio. Euro, verteilt auf mehrere Schultern und auf mehrere Jahre. Die Kostenschätzung dient dabei als Rahmenplanung. Detaillierte Kosten müssen auf einzelne Haushaltsjahre und Standorte bezogen noch dargelegt werden. Dazu wird im Laufe dieses Jahres ein Projekt- und Finanzplan erarbeitet. Die Konkretisierung erfolgt gemeinsam mit den Städten und Kreisen des Regionalverbands Ruhr (RVR) sowie weiteren Partnern. Auf dieser Grundlage sollen die politischen Gremien abschließend entscheiden, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann.

Die Planungsergebnisse werden dann zur Grundlage eines Vertrages mit der Bundesgartenschau-Gesellschaft.

cm/DBG/RVR

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 01/2017 .

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