Bundesbank
Wirtschaft kämpft mit hartnäckigem Gegenwind

"Die deutsche Wirtschaft kämpft nicht nur mit hartnäckigem konjunkturellen Gegenwind, sondern auch mit strukturellen Problemen", erklärte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Sie belasteten vor allem die Industrie sowie ihre Exportgeschäfte und Investitionen. Auch der Arbeitsmarkt reagiere mittlerweile spürbar auf die schon länger andauernde Wirtschaftsschwäche, sagte Nagel. Das dämpfe den privaten Konsum. Anders als bisher prognostiziert werde er nicht zu einem Motor für die wirtschaftliche Erholung.
Die staatliche Defizitquote werde leicht von 2,6 Prozent im Jahr 2023 auf 2,4 Prozent im Jahr 2027 sinken, so die Deutschland-Prognose. Entlastend wirkten die auslaufenden staatlichen Hilfsmaßnahmen aus der Energiekrise. Andere Ausgaben, etwa der Sozialversicherungen sowie für Zinsen und Verteidigung, würden dagegen stark steigen. Die r2023 hatte sie noch bei 62,9 Prozent gelegen.
"Der derzeit größte Unsicherheitsfaktor für die Prognose ist ein möglicherweise global zunehmender Protektionismus", warnte der Bundesbankpräsident. Unwägbarkeiten gingen auch von geopolitischen Konflikten, den Auswirkungen der strukturellen Veränderungen sowie der Ausrichtung der künftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik nach der Bundestagswahl im Februar aus. "Insgesamt überwiegen derzeit die Risiken für ein noch schwächeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Inflation", so Nagel. cm/Deutsche Bundesbank
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