Bundesweiter Hochschultag Landschaft mit 180 Teilnehmern in Berlin

Der erste bundesweite Hochschultag Landschaftsarchitektur hat rund 180 Teilnehmer aus Hochschulen, Planungsbüros, Verbänden, Kommunen und Studierendenschaft in der ufa-Fabrik in Berlin zusammengeführt. Es ging um die Zukunft von Studium, Lehre und Berufspraxis in der Landschaftsarchitektur. Organisator war der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) in Zusammenarbeit mit der Bundesfachschaft Landschaft (BuFaLa), der Hochschulkonferenz Landschaft (HKL) sowie dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).
Studium Ausbildung und Beruf
In sechs Mitmach-Sessions, aber auch auf der Bühne, diskutierten Studierende, Planer und Lehrende gemeinsam zentrale Zukunftsthemen. Foto: bdla

Zum Auftakt stand die Frage im Raum, ob ein Hochschultag Landschaftsarchitektur überhaupt nötig ist. Und sofort kamen Aspekte wie die Bedeutung von Interdisziplinarität, künftige Aufgaben von Hochschulen und Universitäten vor dem Hintergrund immer komplexer werdender Planungsanforderungen, Praxisbezug im Studium sowie berufliche Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Miteinander aufs Tapet, zu denen sich im Rahmen von Workshops in kleinerem Kreis noch rege ausgetauscht wurde.

Für bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen war eines glasklar: „Das Format ist für mich jetzt schon ein Erfolg. Wir kommunizieren heute hier miteinander im Trialog, damit ist das wichtigste Ziel erreicht“.

Auf sechs Mitmach-Sessions verteilt, diskutierten Studierende, Planer:innen und Lehrende zentrale Zukunftsthemen – darunter die Entwicklung der Hochschulstandorte, der Einfluss von KI und Digitalisierung auf Lehre und Praxis, Kompetenzprofile für den Berufseinstieg, Bauwende und Transformationsprozesse, faire Übergänge vom Studium ins Arbeitsleben sowie der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Dass Bauwende und Transformation unumstößlich mit Demokratie zusammenhängen und in der Folge Landschaftsarchitektur auch politisch ist, war eine Erkenntnis aus dem Workshop „Wind of change“, den Prof. Sebastian Sowa, bdla-Präsidium, moderierte. „Wir müssen uns in die gesellschaftlichen Debatten einbringen und nicht nur mit Bild und Wort, sondern auch mit Tat, und Räumen schaffen, wo sich Menschen begegnen,“ so sein Fazit. Allen Workshops gemein war die Erkenntnis, wie vielfältig die Herausforderungen für Hochschulen und Berufspraxis sind, und das Bekenntnis, diese gemeinsam anzugehen.

Im Abschlusspanel wurde ein kurzes Feedback aus den einzelnen Workshops vorgestellt. Die begleitende Mentimeter-Umfrage brachte Aufschluss zur Forderung nach mehr strategischer Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Berufsverband und Praxis, einem aktiveren Umgang mit den Herausforderungen von KI und Digitalisierung, der Verbindung von generellen und spezialisierten Kompetenzen sowie offenen Diskussionskulturen, demokratischer Verantwortung und stärkerer Transferstrukturen zwischen Forschung und Anwendung. Prof.

Dr. Antje Backhaus, bdla-Präsidium, zeigte sich begeistert, „dass wir es geschafft haben, so viele zusammenzubringen zu den Themen, die der bdla gesetzt hat. Wir haben eine tolle Diskussionskultur erlebt und viele spannende Beiträge von Hochschullehrenden Studierenden und Praktiker:innen gehört.“ Wegen der starken Resonanz soll der Hochschultag Landschaftsarchitektur wiederholt und als Plattform für den bundesweiten fachlichen Austausch zwischen Berufsnachwuchs und Profession weiterentwickelt werden.

bdla

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