Bürgerbeteiligung schärft Bild der Biodiversität
Bundesweites Monitoring erfasst 18 600 Igel und 1600 Maulwürfe

Über 8200 Menschen übermittelten Igelsichtungen, knapp 800 Teilnehmer meldeten Maulwürfe oder Maulwurfshügel. "Jede Meldung ist wertvoll für das Projekt. Nur wenn wir ein genaues Bild vom Vorkommen der beiden Tierarten haben, können wir konkrete Schutzmaßnahmen umsetzen", sagte Lea-Carina Mendel von der Deutschen Wildtier Stiftung.
Inzwischen leben Igel vor allem in Siedlungsbereichen, doch die Bedingungen dort verschlechtern sich zunehmend. Der Igel steht in Deutschland schon länger auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft ihn sogar als "potenziell gefährdet" ein.
Der Lebensraum der Stachelträger wird durch mehr Straßen, unüberwindbare Hindernisse und Versiegelung immer kleiner. In aufgeräumten und intensiv gepflegten Gärten und Parks fehlen ihnen Rückzugsorte und Nahrung. Auch der allgemeine Rückgang der Insekten – der Hauptnahrungsquelle des Igels – macht dem Gartenbewohner zu schaffen.
Ein Problem sind auch Zäune, die bis zum Boden reichen und Mauern, die keine Lücken zum Durchschlüpfen haben. "Als Grundlage für die Aktion brauchen wir naturnahe Gärten, damit Igel und Maulwurf Nahrungsquellen und Überwinterungsmöglichkeiten haben" erklärte DGG-Geschäftsführerin Bettina de la Chevallerie.
cm/DGG
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