Infektion erstmals nahe Deutschland bestätigt
Chikungunya-Virus nur wenige Kilometer vor deutscher Grenze

In Frankreich hat die Zahl der Infektionsfälle mit Chikungunya zugenommen. Insgesamt wurden dort in diesem Jahr schon 75 Fälle gemeldet. Bisher waren diese Fälle ausnahmslos auf Reisen nach Mauritius, La Réunion und Sri Lanka zurückzuführen. Das RKI warnte jedoch, dass bei einer vorhandenen Tigermücken-Population und hohen Temperaturen wie in den vergangenen Wochen "die Bedingungen für eine autochthone Übertragung des Chikungunya-Virus gegeben sind".
Die Symptome von Chikungunya treten zwei bis zwölf Tage nach dem Mückenstich auf: Hohes Fieber (oft plötzlich über 39° C), starke Gelenk- und Muskelschmerzen, besonders in Händen, Handgelenken, Füßen und Knien, Kopfschmerzen, Hautausschlag, manchmal Übelkeit, Müdigkeit und Augenreizungen. Die akute Phase dauert für die meisten Menschen eine Woche. Die Gelenkschmerzen können jedoch Monate bis Jahre anhalten. Todesfälle sind sehr selten und betreffen meist ältere Menschen und chronisch Kranke.
In Deutschland ist die Tigermücke (Aedes albopictus) in Baden-Württemberg, im Rhein-Main-Gebiet von Hessen und Rheinland-Pfalz sowie punktuell in Bayern, Thüringen, Berlin und Nordrhein-Westfalen verbreitet. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Immunisierung gegen Chikungunya mit den Impfstoffen Ixchiq (12- bis 59-Jährige) und Vimkunya (über 60-Jährige) bislang jedoch nur vor Reisen in die Endemiegebiete des Virus vor allem in Afrika, Südamerika und Südasien, so ein Beschluss vom vergangen Monat. cm
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