Pionierin der gesunden Stadtentwicklung

Christa Böhme

In den Ruhestand gewechselt ist Dipl.-Ing. Christa Böhme. 34 Jahre forschte die Landschaftsplanerin am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) zu den Themen integrierter Freiraum- und Stadtentwicklung.
Umweltgerechtigkeit Freiraumplanung
Christa Böhme. Foto: Difu

Seit den 2000er-Jahren setzte sie sich vermehrt mit gesundheitsfördernder Stadtentwicklung sowie dem Zusammenhang von Umweltqualität, sozialer Lage und Gesundheit auseinander und trug dazu bei, das Konzept der Umweltgerechtigkeit in der kommunalen Praxis zu verankern.

Böhme gehörte einer Vielzahl von Gremien und Jurys an. Als Mitglied der Fachkommission "Friedhof und Stadtgrün" des Deutschen Städtetags (DST) trug sie 2019 zum DST-Positionspapier "Grün in der Stadt" bei, das eine Freihaltung von Kaltluftentstehungsgebieten, Frischluftschneisen und eine Durchgrünung der Städte verlangte.

2020 begleitete sie die naturschutzfachliche Umsetzung des Masterplans Stadtnatur. Dabei ging es unter anderem um bundeseinheitliche Orientierungswerte für die Grünausstattung und Erholungsversorgung.

Im Auftrag des Umweltbundesamts entwickelte sie mit Difu-Kollegen die Toolbox Umweltgerechtigkeit, die Akteuren aus Kommunalverwaltung und –politik online praxisnahe Informationen und Tipps bietet.

Auch dem beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbunds "Gesundheitliche Chancengleichheit", im Sachverständigenbeirat für Naturschutz und Landespflege des Landes Berlin sowie der Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsfördernde Stadt- und Gemeindeentwicklung gehörte sie an.

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