Ausgegraben

Der frühe Vogel fängt den Wurm

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Für den GaLaBau scheint das nicht gegolten zu haben als er sich in den Nuller-Jahren für die Gewinnung von Biogas, Strom und Wärme aus GaLaBau-Grünschnitt stark machte. Die Branche hätte damit gutes Geld verdienen können, weil ordentliche Fördergelder winkten. Doch alles scheiterte, weil der Gesetzgeber den Grünschnitt dann doch nicht fördern wollte.

Doch jetzt gibt es eine neue Chance: „Pflanzen bauen chemische Strukturen auf, die Menschen als Ersatz für erdölbasierte Produkte nutzen können“, erklärte Prof. Dr. Andrea Kruse vom Fachgebiet Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe an der Universität Hohenheim. Durch komplexe Verkohlungsprozesse, die Karbonisierung, könnten unterschiedlichste Biomassen zu Kohlenstoffmaterialien umgewandelt werden. Vielleicht können sie eines Tages Kunst- oder Farbstoffe ersetzen,
vielleicht werden sie als Aktivkohle zur Reinigung von Luft, Gasen und Wasser oder als Elektrodenmaterialien für Batterien und Brennstoffzellen verwendet werden.

So oder so: Nun wird sich zu guter Letzt doch noch gutes Geld mit Grünschnitt verdienen lassen. Nur dieses Mal ist es nicht der frühe Vogel, der den Wurm fängt, sondern ein Unternehmer, der auch einmal abwarten und Tee trinken kann.

Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2020 .

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