Grüne Branchenstatistik 2017 vorgelegt

Der GaLaBau-Umsatz klettert auf rund 7,87 Milliarden Euro

Die Umsatzentwicklung in der GaLaBau-Branche seit 2010. Im Jahr 2017 erzielte die Branche einen Jahresumsatz von 7,87 Mrd. Euro. Grafik: BGL

Der Garten- und Landschaftsbau ist weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr konnten die deutschen GaLaBau-Betriebe ihren Gesamtumsatz um 390 Millionen Euro auf rund 7,87 Milliarden Euro steigern. Das entspricht einem Wachstum von knapp 5,3 Prozent. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Jahresstatistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) hervor.

In zehn Jahren um 3,1 Milliarden gewachsen

Innerhalb der letzten zehn Jahre wuchs der Branchenumsatz um satte 3,1 Milliarden Euro. 2007 befand sich der Gesamtumsatz noch bei 4,77 Milliarden Euro. Drei Jahre später lag er schon bei 5,11 Milliarden, sechs Jahre später bei 6,33 Milliarden und neun Jahre später bei 7,48 Milliarden. Eine Stagnation oder gar ein Rückgang des Umsatzes sind nicht in Sicht. "Ein Wachstum von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist ein Spitzenergebnis", kommentierte BGL-Präsident Lutze von Wurmb den Rekordumsatz: "Die GaLaBau-Branche entwickelt sich anhaltend gut." Unverändert profitiert der GaLaBau von der "demografischen Dividende". Sie entsteht, so eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR), aus der überdurchschnittlichen Kaufkraft der stetig wachsenden Gruppe über 60-Jähriger. Sie kann auf akkumulierte Vermögenswerte zugreifen und kurbelt den Konsum an. Die Dividende wird in den kommenden Jahren noch steigen, prognostiziert das MPIDR, weil diese Gruppe künftig noch stärker die Nachfrage prägen wird.

Anzahl der Fachbetriebe leicht gestiegen

Den hohen Umsatz haben 17177 GaLaBau-Betriebe erzielt. Die Anzahl der Fachbetriebe stieg gegenüber 2016 (17069 Betriebe) leicht an. Die Zahl der Betriebe, die in den Landesverbänden des BGL organisiert sind, stieg parallel dazu von 3717 auf 3822.

BGL-Präsident Lutze von Wurmb Foto: BGL

Die Anzahl der Beschäftigten stieg gegenüber 2016 (113.881 Beschäftigte) auf 117.131. Die Insolvenzquote der Branche liegt bei einem Wert von 0,44Prozent. Bei den 3.822 Mitgliedsbetrieben des BGL steht die Insolvenzquote nur bei 0,11 Prozent.

Auch im vergangenen Jahr war das Privatkundensegment der Umsatztreiber im Garten- und Landschaftsbau. Die GaLaBau-Betriebe konnten 2017 das Wachstum in diesem Segment leicht steigern, auf insgesamt 59,67 Prozent. Der Anteil des Privatgartenbereichs am Gesamtumsatz der Branche steigt somit auf 4,7 Milliarden Euro im Gegensatz zu 4,43 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. "Das wirtschaftliche Standbein der Branche ist weiterhin unverändert der Privatgartenbereich, den wir mit unserer erfolgreichen Image- und PR-Kampagne nachhaltig stimuliert haben", so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. "Wir hoffen, dass wir mit der neuen Kampagne "Rettet den Vorgarten" und mit unserer Initiative "Grün in die Stadt" in Zukunft ähnlich erfolgreich sein werden und insbesondere den Markt des öffentlichen Grüns positiv für unsere Branche und für das Klima in den Städten beeinflussen können", erklärt Lutze von Wurmb.

Minus 2,2 Prozent bei öffentlichen Auftraggebern

Die restliche Umsatzverteilung sieht wie folgt aus: Der Umsatzanteil beim öffentlichen Grün beträgt 14,61 Prozent und entspricht einem Umsatz von 1,15 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von rund 2,2 Prozentpunkten. Auf den Wohnungsbau fallen 11,17 Prozent (+0,86 Prozentpunkte), der Anteil der Industrie macht 6,2 Prozent (-0,05 Prozentpunkte) aus und der Anteil der Generalunternehmer liegt bei 4,7 Prozent (-0,38 Prozentpunkte). Sonstige belaufen sich auf 3,65 Prozent.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 03/2018 .

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