Bei den WorldSkills auf Platz vier gelandet

Deutsches GaLaBau-Team verpasst das Siegertreppchen

Erik Stanke (l.), Teamtrainer Johannes Gaugel (m.) und Phil-Elias Kornmacher zeigen in Tallinn Flagge für Deutschland. Foto: AuGaLa

Ganz knapp das Treppchen verfehlt: Bei den diesjährigen WorldSkills, der Weltmeisterschaft der Berufe, haben die beiden deutschen GaLaBau-Vertreter Ende Oktober den vierten Platz belegt. Die Sachsen Erik Stanke und Phil-Elias Kornmacher, die 2020 in Nürnberg beim bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup triumphierten, haben damit ein achtbares Ergebnis erzielt. Denn bei einem Teilnehmerfeld von 16 Teams konnten sie immerhin zwölf Konkurrenten aus anderen Nationen hinter sich lassen - und so ein Ausrufezeichen für den GaLaBau hierzulande setzen.

GaLaBau-Weltmeister wurden in Estlands Hauptstadt Tallinn die beiden Schweizer Fabian Baumann und Marc Baumberger. Die Silbermedaille sicherten sich zwei Teilnehmer aus Fernost: Die Japaner Chinari Uratsuji und Taichi Jakano erinnern mit dieser Leistung daran, dass der Landschaftsbau auch jenseits von Europa echte Könner hervorbringt. Den dritten Platz auf dem Treppchen eroberten Peter Hutter und Peter Bokor aus Ungarn.

"Medallion for Excellence"

Ganz ohne Medaille mussten Erik und Phil-Elias die Rückreise übrigens nicht antreten: Für ihren engagierten Einsatz sowie ihre qualitativ hochwertige Leistung wurden die beiden Sachsen mit der "Medallion for Excellence" belohnt, eine Auszeichnung der Jury für herausragende Leistung im "Skill 37 Landscape Gardening".

22 Stunden volle Leistung standen Ende Oktober vier Tage lang auf dem Programm des deutschen Landschaftsgärtner-Teams. Genau das haben Phil-Elias und Erik bis zur letzten Sekunde konsequent durchgezogen. Eine körperlich sowie mental beeindruckende Leistung, die die beiden Sachsen in Tallinn gezeigt haben.

Phil-Elias Kornmacher (l.) und Erik Stanke befüllen die Gabione, die im Wettbewerbsgarten die Unterkonstruktion für die Holzbank lieferte. Foto: AuGaLa

Beeindruckende "Turbo-Gärtner"

So lässt sich wohl der von einer anwesenden Schweizerin kreierte Titel der deutschen "Turbo-Gärtner" erklären. Jeden Tag hatten sich Erik und Phil-Elias einen wichtigen Zeitpuffer bis zum Tagesabpfiff mit ihrer schnellen und dennoch präzisen Arbeitsweise erarbeitet. Dieser ermöglichte es, die Höhen der Bauwerke nachzumessen, gegebenenfalls nachzujustieren sowie ein optisches Feintuning durchzuführen.

Am ersten Tag musste ein l-förmiges regelmäßiges Schichtmauerwerk mit unterschiedlichen Plattendicken aus estnischem Kalkstein errichtet werden. Ein dreieckiges Hochbeet aus Stahlteilen war zusammenzuschrauben und mit Kräutern zu bepflanzen. Direkt neben diesem Beet galt es, noch einen kurzen Weg mit Granitsteinen zu pflastern. Sowohl Mauer als auch Pflasterarbeiten kosteten nicht nur viel Zeit, sondern auch jede Menge Kraft.

Am zweiten Tag standen der Wasservorhang, ein Teich sowie der erste Teil der Pflanzung im Mittelpunkt. Für den Teich war eine kleine Gabione zu befüllen und die Findlinge sollten optisch ansprechend platziert werden. Vier Trittsteine aus Beton sowie ein polygonaler Natursteinbelag aus dem bereits bekannten Kalkstein waren als weitere Aufgaben auszuführen.

Tag drei war zuerst recht steinlastig, denn in eine große Gabione, die der Holzbank in Fertigteilbauweise als Auflage diente, war jede Menge Naturstein einzuschichten. Ein kleiner Trick half den beiden, das Ausbauchen des Gabionengitters zu verhindern. Die restliche Zeit bauten Phil-Elias und Erik dann am verwinkelten Holzsteg, der beiden jede Menge konstruktive Denkleistung abverlangte.

Der deutsche Garten in seiner vollen Pracht. Foto: AuGaLa

Abschlusspflanzung mit kleinen Kiefern

Eine Gräser- und Staudenpflanzung rundete das Tagessoll ab. Am letzten Wettbewerbstag standen nur noch drei Stunden Arbeitszeit zur Verfügung. Nachdem das deutsche Team die Thuja-Hecke bereits am Vortag geschnitten hatte, konnte es sofort mit dem Betonreihenpflaster vor der Holzbank sowie dem zu bepflanzenden Hochbeet beginnen. Am Ende folgte eine attraktive Abschlusspflanzung aus Gräsern, Stauden, Farnen, Rispenhortensien sowie kleinen Kiefern, die diesem wunderschönen Garten ein perfektes, estnisches Flair verlieh. hb/AuGaLa

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2022 .

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