Neuerungen unter den Grünpflegegeräten

Die hohe Kunst des professionellen Schnitts

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Die einzigartige Vorwärtsgeschwindigkeitskontrolle des Aufsitzmähers agiert wie eine Geschwindigkeitsregelanlage. Eine leichte Fingerbewegung genügt, um den Walker zu lenken, zu bremsen oder um 360° zu wenden. Foto: Herkules

Anlässlich der demopark haben die Hersteller von Grünpflegegeräten wieder einige Neuheiten entwickelt, wie Profirasenmäher mit technischen Raffinessen, Mähroboter für das autonome Mähen oder Mulcher und Böschungsmäher. Diese neuen Geräte bewältigen schwieriges Gelände, großdimensionierte Grünflächen, unwegsames Gelände oder steile Böschungen. Auch Anforderungen wie Wendigkeit, ergonomisches und sicheres Arbeiten stehen auf der Agenda.

Das Mähen von schwierigen Rasenflächen, wo große Wendigkeit angesagt ist, unterstützt der Null-Wendekreis Aufsitzmäher von Walker. Mit ihm können schwierige und enge Rasenflächen gemäht werden, aber natürlich auch größere Areale. Eine kompakte Bauweise und die technische Ausstattung versprechen Langlebigkeit. Die einzigartige Vorwärtsgeschwindigkeitskontrolle agiert wie eine Geschwindigkeitsregelanlage. Es genügt eine leichte Fingerbewegung an den zwei Lenkhebeln, um den Walker zu lenken, zu bremsen oder um 360° zu wenden. Das erlaubt eine bis zu 50 Prozent größere Wendigkeit als bei herkömmlichen Mähern. Lenkrad, Gangschaltung und Fußpedale entfallen, um die Maschine müheloser und einfacher bedienen zu können. Das flache Frontmähwerk erlaubt es, auch unter Hindernissen wie zum Beispiel unter Bänken oder Büschen zu mähen und ein wesentlich geringeres Gesamtgewicht der Walker Mäher schonen die Rasenflächen.

Neu in der Walker-Familie ist der Mäher MH27i, der sich durch hohe Produktivität auszeichnen soll. Er schafft aufgrund seiner Mähgeschwindigkeit von maximal 16 km/h eine vergleichsweise hohe Flächenleistung. Der sparsame Kohler-Motor mit Direkteinspritzung ermöglicht in Verbindung mit den 36 l fassenden Kraftstofftanks lange Mähzyklen. Ein bequemer, vollgefederter Fahrersitz mit Armlehnen und einem Frontmähwerk mit sauberem Schnitt und guter Übersichtlichkeit für den Fahrer erleichtern die Arbeit. Optional sind Frontmähwerke in 132 cm oder 162 cm Schnittbreite wählbar.

Der Wiesenmäher eignet sich für den harten Dauereinsatz und für die Bewältigung von hohem Wuchs bis zu 90 cm. Foto: Herkules

Wiesenmäher für Gras, Gestrüpp oder Unkraut

Dem großflächigen Mähen dienen die handgeführten Wiesenmäher HWM 55, HWM 65 und HWM 65R von Herkules. Sie mähen und mulchen hohes Gras, Gestrüpp oder Unkraut. Auch für den harten Dauereinsatz und für die Bewältigung von hohem Wuchs bis zu 90 cm sind sie dank stabiler Konstruktion und Antivibrationselementen einsatzbereit. Der verstellbare Holm des Wiesenmähers erleichtert das Mähen an steilen Schräglagen und erlaubt Flexibilität für unterschiedlich große Nutzer. Die beiden arretierbaren Vorderräder sorgen für einen guten Geradeauslauf und für ein leichtes und flexibles Manövrieren ohne Kraftanstrengung. Reifen mit Ackerstollenprofil sorgen für eine reibungslose Traktion des Mähers. Gute Beweglichkeit auch in schwierigem Gelände ermöglichen drei Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang sowie eine Feststellbremse.

Gestrüppmäher mit Seitenausleger

Neu im Programm hat Herkules den Aufsitzmäher RMK 150, der speziell für die Pflege von Reihenkulturen, wie Weinberge oder Obstplantagen, konstruiert wurde, um die Nährstoff- und Wasserkonkurrenz durch einen unerwünschten Bewuchs zu unterbinden. Ein flexibel klapp- und schwenkbarer Seitenausleger erlaubt eine Schnittbreite von 150 cm. Die integrierten Schutzbügel und ein seitliches Rollrad schützen die Pflanzen vor Beschädigungen. Im Unterstockbereich wird der Bewuchs mit einem Fadenkopf geschnitten, so dass sich ein nachträgliches Ausputzen mit der Motorsense oder dem Freischneider erübrigt.

Mulcher und Böschungsmäher

Für das Mähen von Gräben, Böschungen, Randstreifen und großen Grasflächen hat der Spezialist für Mulcher und Böschungsmäher Agritec die Seitenschlegelmäher und Mulcher der Baureihe GS40-S entwickelt. Diese Geräte sind kombinierbar mit einem Kompakttraktor mit 20 bis 60 PS. Damit der Traktor beim Mähen an steilen Böschungen nicht kippt, wird durch eine spezielle Konstruktion ein Teil des Mähkopfgewichtes auf den gegenüberliegenden Unterlenker verlagert und gelangt somit als Gegengewicht auf die andere Traktorseite.

Für Arbeiten in Gräben und Böschungen sowie für die Flächenpflege hat Agritec eine weitere Baureihe an Heck-, Seiten- und Böschungsmäher sowie Mulcher entwickelt, die GS50-P. Diese Mäher und Mulcher sind für anspruchsvollere Arbeiten gedacht und können von einem Traktor mit 50 bis 90 PS geführt werden. Die Geräte können mit den unterschiedlichen Köpfen kombiniert werden, wie Mulchkopf, Astschere oder Scheibenheckenschere und erlauben damit ein gewisses Maß an Flexibilität. Ein Ölkühler unterstützt die volle Leistung der Böschungsmäher, denn durch die ständige Ölkühlung sind die Maschinen grundsätzlich auf Dauerbelastung ausgelegt. Elektrische oder servoproportionale Niedrigsteuerungen können auf Kundenwunsch eingebaut werden.

Der Aufsitzmäher wurde speziell für die Pflege von Reihenkulturen, wie Weinberge oder Obstplantagen, entwickelt. Foto: Herkules

Mit Gold ausgezeichnet

Die Auszeichnung in Gold beim demopark Neuheiten-Wettbewerb 2019 erhielt der Allrad Mähroboter Automower 535 AWD von Husqvarna. Der Allrad-Rasenroboter für Profianwendungen bewältigt Steigungen von bis zu 70 Prozent, unwegsames Gelände sowie Engstellen und Hindernisse auf dem Gelände. Neben dem modernen Design erlaubt er eine hohe Flächenleistung und emissionsfreies Arbeiten dank des Akku-Antriebs. Somit eignet er sich besonders für den professionellen Einsatz im Garten- und Landschaftsbau. Bereits 1995 war es das Unternehmen Husqvarna, das den weltweit ersten Rasenroboter auf den Markt brachte. Der neue Automower 535 AWD steht nun auf einem neuen Niveau mit höherer Leistung, aber auch ein Mehr an Sicherheit und Produktivität für den professionellen Einsatz im Garten- und Landschaftsbau. Allrad-Antrieb und Knicklenkung ermöglichen den Einsatz bei extremen Steigungen von bis zu 70 Prozent genauso wie auf unebenen Grünflächen. Der Akku-Antrieb reicht für Flächengrößen bis zu 3500 m² und schont die Nachbarschaft aufgrund seiner relativ geringen Lautstärke von nur 62 dB. Mähzeiten, Schnitthöhen und andere Einstellungen können mit einer mobilen App (erhältlich für Android und iOS) geplant und gesteuert werden. Beim Einsatz von mehreren Mährobotern lassen sich im digitalen Flottenmanagement der Status aller eingesetzten Mähroboter übersichtlich und schnell nachverfolgen und am Smartphone oder PC auswerten. Eine praktische Komponente ist der Objekt-Erkennungs-Sensor Ultrasonic, der dafür sorgt, dass der Automower seine Geschwindigkeit sofort drosselt, sobald sich ein Objekt in der Nähe befindet. Ein integrierter Diebstahlschutz schützt das Gerät vor unliebsamen Eindringlingen. Der Husqvarna Automower 535 AWD in seinem Design mit dynamischen Linien und einer taillierten Form wird voraussichtlich für die Saison 2019 erhältlich sein.

Vollautomatisches Rasenmähen

Für das vollautomatische Rasenmähen hat Stihl den iMow Mähroboter entwickelt. Sobald der Akku leer ist, kehrt der iMow selbstständig zur Ladestation zurück. Er mäht 800 m² Rasenfläche unter Idealbedingungen in nur 16 Std. pro Woche. Während des Mähens pflegt der Roboter den Rasen: Er zerkleinert den Grasschnitt zu winzigen Partikeln, die er als wertvollen Dünger auf dem Rasen belässt. Das Entsorgen des Schnitts entfällt somit. Dank einfacher Handhabung und mit Hilfe der intuitiven Benutzeroberfläche erfolgt die Programmierung mit dem LED-Display sogar im Dunkeln oder bei starkem Sonnenlicht. Der Mäher arbeitet seinen programmierten Mähplan auf eigene Faust ab. Dabei entscheidet er innerhalb eines festgesetzten Zeitfensters selbst, wann er einen abgebrochenen Mähvorgang nachholt. Folgt beispielweise auf einen Sommertag ein Platzregen, bricht er bei eingeschaltetem Regensensor seine Arbeit ab und holt die verlorene Zeit später nach.

Dieser Mulcher ist für anspruchsvollere Arbeiten gedacht und kann von einem Traktor mit 50 bis 90 PS geführt werden. Foto: Agritec

Damit der Traktor beim Mähen an steilen Böschungen nicht kippt, wird durch eine spezielle Konstruktion ein Teil des Mähkopfgewichtes auf den gegenüberliegenden Unterlenker und somit als Gegengewicht auf die andere Traktorseite verlagert. Foto: Agritec

Beim Mähen passt der Mähroboter seine Geschwindigkeit flexibel den jeweiligen Gegebenheiten an, so zum Beispiel bei langem und dichtem Gras oder dank seines Neigungssensors auch in hügeligem Gelände. Bei schwierigen Gartenflächen, wie bei einem besonders verwinkelten Garten, bearbeitet der Mäher bestimmte Rasenzonen seltener als andere. Mit dem Zonenmanagement können dem Gerät verschiedene Schwerpunktzonen zugewiesen werden; bei den C-Modellen, die mit GPS-Sensoren ausgestattet sind, können diesen Zonen nicht nur exakte Flächenvorgaben zugewiesen werden, sondern sie können sogar innerhalb einer bestimmten Zeit bevorzugt arbeiten. Ob kleinere und mittelgroße Gärten, am Hang gelegen oder mit verwinkelten Rasenstellen: die iMow Mähroboter der Baureihe RMI 4 meistern je nach Gerät eine Fläche von bis zu 800, 1500 oder 1700 m². Dank ihrer kompakten Maße mit 20 cm Schnittbreite sind die Modelle der Baureihe 4 wendig und fahren bis in den letzten Winkel des Gartens.

Rasenflächen bis 3000 Quadratmeter

Mehr Komfort für Profis verspricht Stihl mit seinem neuen benzinbetriebenen Profi-Rasenmäher RM 756 GC. Mit Eigenschaften wie robuster Konstruktion, geringes Gewicht und niedrigen Vibrationswerten wurde der neue Mäher speziell für die Anforderungen professioneller Garten- und Landschaftspfleger entwickelt. Der Mono-Komfortlenker mit nur einem Holm erlaubt eine hohe Wendigkeit und erleichtert das Ein- und Aushängen des Grasfangkorbs. Der Kawasaki Motor mit 3-Gang-Antrieb und die Schnittbreite von 54 cm ermöglichen einen guten Arbeitsfortschritt und schonen die Kräfte des Anwenders. Der RM 756 GC ist klappbar und lässt sich platzsparend aufbewahren und transportieren. Mit einer Leistung von 3,9 PS (2,9 kW) bei 2800 U/min lassen sich Rasenflächen bis 3000 m² mähen. Die Schnitthöhe des neuen Benziners ist variabel zwischen 25 bis 90 mm einstellbar und lässt sich dank der stabilen, leichtgängigen Einzelrad-Höhenverstellung an die unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen. So können auch Rasenkanten mit Höhenunterschied sauber gemäht werden. Der Antrieb ist robust konstruiert und verfügt über einen austauschbaren integrierten Ölfilter. Zudem profitiert der RM 756 GC von der von Stihl entwickelten Messerbremskupplung. Die Entkopplung des Messers vom Motor verhindert, dass der Mäher beim Transport von einer Fläche zur nächsten neu gestartet werden muss. Der Hinterradantrieb schont die Kräfte des Mähers. Auch das Mähtempo kann mit drei Geschwindigkeitsstufen von 2,5 bis 5 km/h jeweils an das Gelände angepasst werden. Der Fahrantriebsbügel ist in Kunststoffclips gebettet und per Kugellager an die Getriebesteuerung angebunden. Dadurch lässt er sich besonders leicht bedienen und halten. Das Hybridgehäuse des Mähers besteht außen aus robustem Magnesium und das austauschbare Innengehäuse aus widerstandsfähigem Polymer. Der Rasenmäher ist dadurch widerstandsfähig gegenüber aufgewirbelten Steinen. Diese Materialkombination verleiht dem Gerät ein leichteres Gewicht als vergleichbare Aluminiummodelle. Scheuerleisten aus Metall schützen das Gehäuse im Falle einer Kollision mit Randsteinen oder Kanten und lassen sich bei Abnutzung erneuern. Auch die Kurbelwelle ist gleich mehrfach geschützt, um Schäden vorzubeugen: durch belastbare, hochwertige Materialien, eine Sollbiegestelle am Messer, die nachgibt, bevor das Messer beschädigt wird, sowie einen integrierten Kurbelwellenschutz, der diese vor Beschädigungen schützt, wenn Gegenstände auf das Messer treffen.

Der Mono-Komfortlenker mit nur einem Holm erlaubt eine hohe Wendigkeit und erleichtert das Ein- und Aushängen des Grasfangkorbs. Foto: Stihl

Allrad-Antrieb und Knicklenkung ermöglichen den Einsatz bei extremen Steigungen von bis zu 70 Prozent. Foto: Husqvarna

Zum Mähen von hohem Gras, Unkraut oder kleinen Sträuchern

Der in Japan als Marktführer geltende Hersteller von Motorsensen und Freischneider Maruyama rüstet seine Maschinen mit Motoren der HERE-Technologie (High Efficiency Recirculator Engine) aus. Mit einem hohen Drehmoment und Durchzugskraft verbrauchen diese laut Hersteller bis zu 40 Prozent weniger Kraftstoff als bei herkömmlichen Zweitaktmotoren. Zum Mähen von hohem Gras, Unkraut, kleinen Sträuchern oder Gestrüpp, aber auch Dickicht und Buschwerk, eignen sich insbesondere die Motorsensen und Freischneider BC3021H-RS und BC4321H-RS.

Für langes und ermüdungsarmes Arbeiten sorgt der asymmetrische Doppelhandgriff, der je nach Nutzer verstellbar ist und auch mit einem Doppelschultergurt ergänzt werden kann. Der BCV5020 ist mit einem Antivibrationssystem am Holm ausgestattet, das die Übertragung von Schwingungen, die vom Motor und dem sich bewegenden Arbeitswerkzeug erzeugt werden, reduziert. Das Start2 System erleichtert das Starten des Motors erheblich. Der 1 l große Kraftstofftank ermöglicht lange Arbeitsintervalle mit weniger Tankstopps. Die neuen Maruyama Freischneider BC5020H-RS und BCV5020 sollen sich besonders für Profiansprüche, auch bei Langzeiteinsätzen und harter Beanspruchung, eigenen aufgrund einer starken Leistung, hoher Durchzugskraft, einem hohes Drehmoment und der hohen Qualität der Bauteile.

Flexibles Arbeiten mit dem Multi-Tool

Flexibles und effizientes Arbeiten ermöglicht das Multifunktionssystem von Maruyama MC2630RS. Hierbei handelt es sich um eine Motoreneinheit, die mit sechs unterschiedlichen Aufsätzen kombiniert werden kann. Diese werden einfach über einen Schnellverschluss ohne Werkzeug an- und abmontiert. So können mit dem Trimmeraufsatz kleinere Grasflächen und Ausputzarbeiten in schwer zugänglichen Ecken bearbeitet werden. Der schwenkbare Heckenscherenaufsatz mit doppelseitigem Messerbalken eignet sich für das Schneiden des Heckendachs oder von Bodendeckern. Der Sägenaufsatz, in kurzer oder langer Schaftausführung, übernimmt das Schneiden von Obstbäumen und zum Auslichten von Gehölzen. Der Kantenschneideraufsatz dient der gepflegte Rasenkanten oder Beeträndern. Mit dem Kultivatoraufsatz können Beete bequem aufgelockert und kultiviert werden. Mit dem Multicutteraufsatz, durch zwei gegenläufige Messerblätter wird eine hohe Mähleistung sowie ein schnelles und sicheres Pflegen aller Grünflächen gewährleistet. Hier kommt es nicht zum Wegschleudern von Steinen, was das Gerät für das Arbeiten im Verkehrs- und Straßenbereich prädestiniert.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 06/2019 .

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