Generalsanierung von Aufsprunghügel, Schanzenprofil und Anlaufspur

Die Skiflugschanze in Oberstorf ist wieder zum Absprung bereit

Bagger Hitachi ZX135 mit Maschinen-Target zur Positionsbestimmung mit Tachymeter. Die Neigung des Hanges (38°) und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Maschine sind gut zu sehen. Foto: Trimble/Sitech

Zum Winteranfang laufen die Vorbereitungen auf ein Highlight der kalten Jahreszeit auf Hochtouren. Nach dem Umbau der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf soll im Februar nach vierjähriger Pause der erste Weltcup auf der modernisierten Schanze stattfinden.

GNSS-Einsatz auf der Baustelle

Erneuert wurden der Aufsprunghügel, das Schanzenprofil und die Anlaufspur. Dabei wurden das Profil des Aufsprunghanges neu modelliert, der Auslaufbereich vergrößert, der Schanzentisch teilweise abgebaut, zurück- und höher gesetzt sowie die Räumlichkeiten am Schanzenkopf erweitert. Mit der Baumaßnahme wurde die Geiger Unternehmensgruppe beauftragt. Das ortsansässige Unternehmen ist seit 2008 Kunde der Sitech Deutschland und setzt seither die Maschinensteuerungs-, Bauvermessungs- und Baustellenmanagementsysteme von Trimble ein.

Wegen der vielfältigen Aufgaben und der komplexen Geländebeschaffenheit der einzelnen Bauabschnitte kamen unterschiedliche Vermessungs- und Steuerungssysteme von Trimble zum Einsatz. Im freizugänglichen Lande- und Auslaufbereich der Schanze war der Einsatz des Global Navigation Satellite System (GNSS) uneingeschränkt möglich. Trimbles Systeme können sämtliche weltweit verfügbaren satellitenbasierten Navigationssysteme nutzen und sind auf künftige Systeme wie das europäische Galileo-System vorbereitet.

Steuerungstachymeter SPS930 von Trimble zur Steuerung des Baggers im Aufsprunghang sowie für Absteck-arbeiten mit einer Einmann-Robotikausrüstung. Foto: Trimble/Sitech

Geländekontur in einem Arbeitsgang

Schon beim Aushub konnten die Bagger mit GCS900 Dual GNSS dank seiner Positionierungstechnologie die geplante Geländekontur in nur einem Arbeitsgang erstellen. Neben vielen weiteren Informationen werden dem Bediener übersichtlich Position, Höhe und Neigung des Löffels angegeben und die Ist- mit der Soll-Position abgeglichen. Auch der entsprechend ausgestattet Dozer bewegte sich auf der Baustelle präzise und konnte akkurat arbeiten. Der zeit- und personalintensive manuelle Vermessungsvorgang sowie das langsame Herantasten an die Endform entfielen komplett. Anders verhielt es sich im Bereich des Schanzentisches und dem darunter liegenden Gelände. Wegen der starken Neigung und beidseitigen Bewaldung war kein Satellitenempfang möglich. So konnte kein GNSS-System eingesetzt werden. Dennoch musste nicht auf eine entsprechende Positionierung verzichtet werden. Der für alle Steuerungssysteme von Trimble vorgerüstete Bagger wurde mit einem Steuerungstachymeter Trimble SPS930 ausgerüstet. Das System leistete ganze Arbeit und sorgte für größtmögliche Sicherheit bei der Positionsbestimmung in schwierigem Gelände. Die UTS konnte von einem Standpunkt aus den gesamten Hang einsehen und damit die präzise Positionierung des Baggers gewährleisten. Der Steuerungstachymeter Trimble SPS930 wurde neben der Positionierung für den Bagger zusätzlich noch für Aufmaß- und Absteckarbeiten im Hang verwendet, dazu kam eine Einmann-Robotikausstattung zum Einsatz. So konnte ein weiterer Nutzen aus dem Einsatz des Tachymeters gezogen werden.

Mit gleichen Daten auf allen Systemen

Durch den durchgehenden Einsatz von Trimble Technik auf der Baustelle war es möglich, auf allen Systemen mit den gleichen Daten zu arbeiten. Eine einmalige Bearbeitung der Planungsdaten ermöglicht den Einsatz sowohl auf den gesteuerten Baumaschinen mit Trimble GCS900 Systemen als auch den Einsatz dieser Daten auf den Bauvermessungssystemen. Dies bedeutet natürlich, dass nur einmal die Aufbereitung erforderlich ist und außerdem alle Arbeiten auf einer einheitlichen Datenbasis erfolgen.

"Durch den Einsatz der UTS im Bereich des Hanges unter dem Schanzentisch konnten wir auch hier eine Positionierung der Maschine durchführen. Dass dazu noch die Absteckung mit dem gleichen Tachymeter erfolgen konnte, war eine weitere Erleichterung der Arbeiten in diesem anstrengenden Gelände", lautet das Fazit des verantwortlichen Vermessers vor Ort, Dipl.-Ing. Hubert Breyer von der Firma Geiger.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 12/2016 .

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