Unternehmensführung

Die Stellenanzeige bleibt wichtigstes Mittel zur Personalsuche

84 Prozent der Unternehmen nutzen die klassische Stellenanzeige, um neue Mitarbeiter zu finden. Foto: Neue Landschaft

Die externe Stellenausschreibung ist das Mittel der Wahl für Unternehmen, neue Mitarbeiter zu finden. 84 Prozent nutzen die klassische Stellenanzeige. Das geht aus einer Personalleiterbefragung durch das ifo Institut in Kooperation mit dem Personaldienstleiter Randstad hervor. Die Arbeitsagentur ist für 44 Prozent der Befragten ein wichtiger Bestandteil für die Suche nach Mitarbeitern, die Personalvermittlung für ein Drittel.

Eine direkte Ansprache möglicher neuer Mitarbeiter ist noch nicht stark verbreitet: 35 Prozent der Unternehmen wenden dieses Instrument nicht an, für 27 Prozent spielt es nur eine geringe und für 38 Prozent eine hohe oder mittlere Rolle. Dazu sind persönliche Empfehlungen von Mitarbeitenden für 77 Prozent der Befragten wichtig.

Dann folgen als Instrumente die Social-Media-Kanäle, die jeweils bedeutsam für rund jedes dritte Unternehmen sind und damit vor Online-Karrierenetzwerken und Kooperationen mit (Hoch-)Schulen liegen. Karrieremessen sind nur für knapp ein Fünftel der befragten Unternehmen bedeutend. "Die sozialen Medien sind für den Handel relevanter als für andere Wirtschaftsbereiche", sagte ifo-Expertin Johanna Garnitz. "Kooperationen mit (Hoch-)Schulen hingegen pflegen vor allem Industrieunternehmen intensiver."

Gefragt wurden die Personalleiter auch nach einer Diversifizierungs-Strategie bei der Besetzung offener Stellen, die von 24 Prozent der Unternehmen ab 500 Mitarbeitern konkret verfolgt wird. 8 Prozent der befragten Firmen planen, in diese Richtung aktiv zu werden. "Eine nicht vorhandene Strategie zur Förderung von Vielfalt muss nicht unbedingt heißen, dass diese im Unternehmen nicht schon gelebt wird", erläuterte Garnitz. "Für eine objektive und kritische Sicht und vor allem für die offene Kommunikation auf der Suche nach Talenten kann es dennoch förderlich sein, sich mit einer Unternehmensstrategie in diese Richtung auseinanderzusetzen." ifo Institut

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 05/2022 .

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