Die richtigen Fahrzeuge für den täglichen Transport von Menschen und Material zur Baustelle

Dienstbare Geister

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Der spezielle Bau des Sprinter-Pritschenwagens, aufgrund seiner Konstruktion und der Materialzusammensetzung, sorgt für hohe Stabilität des Fahrzeugs. Foto: Mercedes Benz

Pritschen- und Transportwagen sind für den Gartenbauunternehmer eine unverzichtbare Unterstützung für den Fuhrpark. Eine Auswahl an Modellen wird nachfolgend vorgestellt.

Im Garten- und Landschaftsbau zählt der Transport von schwerem Material – seien es Jungbäume, Pflanzen oder Steine zur Wegpflasterung – zum Alltagsgeschäft. Umso wichtiger ist das richtige Fahrzeug für den jeweiligen Bedarf und die wechselnden Anforderungen. Zur Entscheidungshilfe trägt eine Übersicht über die neuen Modelle bei und zeigt, was sie an Hightech hinsichtlich Kommunikation und Sicherheit, aber auch an Robustheit und Tragkraft leisten.

Klassiker zum Umbau

Der Sprinter von Mercedes Benz ist ein Klassiker. Er ist wie viele Modelle von anderen Herstellern auch als Pritschenwagen einsetzbar. So kann er als Kastenwagen und Tourer sowie Pritschenfahrzeug mit Einzel- oder Doppelkabine umgebaut werden und bietet damit eine große Variantenvielfalt. Diese wird zusätzlich durch vier Motorisierungen, verschiedene Sonderausstattungen, Fahrwerksvarianten und branchenspezifische Lösungen von Aufbauherstellern unterstützt. Die Fahrzeuge können mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 5500 kg konfiguriert werden. Bei Bedarf lassen sich zusätzlich bis zu 3500 kg anhängen, bei einem zulässigen Zuggesamtgewicht von bis zu 8750 kg. Zum bisherigen Heck- und Allradantrieb kommt nun die Möglichkeit des Frontantriebs hinzu. Damit kann 500 kg mehr an Nutzlast geladen werden. Neu sind zudem zwei Getriebe für den Frontantrieb, eine 9-Gang-Wandlerautomatik für das Large-Van-Segment und ein ebenfalls neu entwickeltes 6-Gang- Schaltgetriebe.

Der geländegängige MAN TGE Pritschenwagen kann mit Einzel- oder Doppelkabine ausgestattet werden. Je nach Wetter wird einfach eine Plane über die Ladefläche gezogen. Foto: MAN

Der Pritschenaufbau beim MAN TGE wird ab Werk in vier Längen angeboten und ermöglicht eine Pritschenlänge von bis zu 4,7 m. Foto: MAN

Bei längeren Transportwegen lässt es sich auch gut von unterwegs aus arbeiten. Das unterstützen eine Smartphone-Halterung, ein Audiosystem mit USB- und Bluetooth-Schnittstelle bis hin zum Multimediasystem mit hochauflösendem, großem Touchscreen, schneller Festplattennavigation mit 3-D-Kartendarstellung und Smartphone-Integration. Ein besonderes Feature erlaubt es, empfangene Nachrichten vorzulesen oder über eine Diktierfunktion erstellen zu lassen. Für die Navigation sorgt das Live-Traffic-Information1-System. Eine halbautomatisch geregelte Klimaanlage oder eine Klimatisierungsautomatik sorgen im Innern des Wagens für angenehme Temperaturen. Auf Wunsch sind drei verschiedene Dachklimaanlagen verfügbar. Das Ablagekonzept wurde überarbeitet und modular aufgebaut. So können zum Beispiel Ablagefächer bei Bedarf mit einem Deckel verschlossen oder mit Cupholdern bestückt werden. Für diejenigen, die auf Radio oder Multimediasystem verzichten können, stehen in der Mittelkonsole ein großes Ablagefach und zwei DIN-Fächer bereit. Die Sicherheit des Pritschenwagens ist durch den speziellen Bau gewährleistet, der aufgrund seiner Konstruktion und der Materialzusammensetzung besonders stabil ist. Zusätzlich unterstützen den Fahrer verschiedene Assistenzsysteme, wie ein Seitenwind-, ein Aktiv-Brems- und ein Spurhalte-Assistent. Drei Kameralösungen, von der Rückfahrkamera mit Innenspiegelanzeige bis zur 360°-Kamera, sorgen für den Überblick vom Fahrerplatz aus.

Hoher Kabinenkomfort

Der Pritschenwagen von MAN ist eine Variante des MAN TGE, der sich auch als Hubarbeitsbühne aufbauen lässt. In der Fahrerkabine ist mit einem neuen ergonomischen Fahrerarbeitsplatz für Sitzkomfort gesorgt, Fahrwerksabstimmung und eine Vielzahl von Klimatisierungsoptionen erhöhen den Komfort außerdem. Arbeiten von unterwegs ist auch ein wichtiges Thema, dafür steht ein Multimediasystem zur Verfügung. Es lässt sich bequem per Sprachsteuerung bedienen, was den Vorteil bietet, sich dennoch auf den Verkehr konzentrieren zu können. Auch hier ist ein Infotainment-System integriert, das für Unterhaltung und Kommunikation mit dem Büro bei längeren Transportwegen sorgt. Es ist bedienbar über den 8-Zoll-Farb-Touchscreen oder über die Sprachsteuerung. Neben der Radio- und Navigationsfunktion bietet das System einen oder optional auch mehrere USB-Ports und bis zu zwei SD-Karten-Slots sowie einen Anschluss für das Smartphone. Das Navigationssystem wurde erweitert und enthält nun zusätzlich einen zweiten SD-Karten-Slot, der die SD-Karte mit dem Kartenmaterial aufnimmt. Zahlreiche Ablageflächen in der Dachgalerie und über dem Handschuhfach sowie in den Türen sorgen für Ordnung in der Fahrerkabine. Weiterer Stauraum findet sich unter der aufklappbaren Sitzbank, auf der abklappbaren Rückenlehne und der Beifahrerdoppelsitzbank. Das Armaturenbrett verfügt über jeweils zwei Cupholder und zwei oder optional drei 12-V-Steckdosen, eine Miniklinkenbuchse und zwei USB-Ports. Auf Wunsch ist eine vierte 12-V- sowie eine 230-V-Steckdose an der Fahrersitzkonsole erhältlich. Bei der Klimaanlage hat man die Wahl zwischen einer manuellen Steuerung und einer vollautomatischen Klimabedienung. Die halbautomatische Klimaanlage Climatic verfügt über einen Innenraumsensor und gleicht die Temperatur ständig mit dem gewünschten Wärmegrad im Fahrerhaus ab. Das System Climatronic bietet eine individuell einstellbare Temperaturregelung für zwei beziehungsweise drei Zonen für Fahrer, Beifahrer und Lade-/Fahrgastraum.

Der Fiat Doblò Cargo eignet sich für Gartenbauunternehmer, die viel im Straßenverkehr unterwegs sind, schwere Lasten transportieren wollen und dennoch ein kompaktes Fahrzeug bevorzugen. Foto: Fiat

Den Kangoo Transporter von Renault gibt es auch in der elektrisch betriebenen Variante Kangoo ZE. Foto: Renault

Es reagiert auf die Stärke der Sonneneinstrahlung und die Außentemperatur und führt entsprechend mehr oder weniger kühle Luft zu. Die automatische Umluftschaltung, der Luftgütesensor, zusätzliche Luftausströmer in der Dachverkleidung und die optionale Zusatzheizung unterstützen zudem ein angenehmes Klima. Der Pritschenaufbau wird ab Werk in vier Längen angeboten und ermöglicht eine Pritschenlänge von bis zu 4,7 m. Der Laderaum ist mit einem robusten Holzboden oder einem Universalboden verkleidet. Je nach Wahl können Zurrschienen an Boden oder der Trennwand des Laderaums installiert werden. Zusätzlich erleichtert der Pritschenwagen das Be- und Entladen dank der niedrigen Ladekante von nur 100mm. Als weitere Einstiegshilfe wird eine Trittstufe über die gesamte Breite oder bei Anhängekupplung eine Trittstufe halbseitig rechts am Fahrzeugheck angeboten. Der Pritschenwagen kann mit Einzel- oder Doppelkabine ausgestattet werden und je nach Wetter wird einfach eine Plane über die Ladefläche gezogen. Die Staukiste für den Pritschenwagen schützt das Transportgut vor Wind und Wetter. Auf der Pritsche kann zudem ein Spriegelaufbau mit Aufsteckbrettern montiert werden. Das Spriegelgestell ist in verschiedenen Höhen erhältlich.

Bei schweren Lasten im Straßenverkehr

Auch Fiat bietet die variablen Umbaumöglichkeiten für eine höhere Flexibilität an. Die individuell angepassten Umbauten erfolgen entweder ab Werk oder extern. So lässt sich neben dem Fiat Ducato Pritschenwagen auch der Kastenwagen mit Doppelkabine oder der Dreiseitenkipper ordern. Das Modell Fiat Doblò Cargo eignet sich für Landschaftsgärtner, die viel im Straßenverkehr unterwegs sind, schwere Lasten transportieren wollen und dennoch ein kompaktes und nicht zu großes Fahrzeug bevorzugen. Bei einer Gesamtlänge von knapp 5 m hat der Wagen eine Nutzlast bis zu 925 kg bei 1450 kg Höchstlast auf der Hinterachse. Die mit Mehrschichtholz ausgekleidete Ladefläche ist 2,3 m lang und 1,82 m breit, bietet also eine Pritschenfläche von 4,2 m 2 , auf der drei Europalletten oder zahlreiche Pflanzenkisten und -kübel Platz haben. Die abklappbaren Bordwände aus Aluminium lassen sich leicht manövrieren und erleichtern das Be- und Entladen des Wagens. Der aus Stahl gebaute Pritschenrahmen und der mit vertikalen Stützen unterstütze Leiterträger sorgen für eine robuste Konstitution des Wagens, der somit auch für größere Traglasten geeignet ist. Für den Transport von mehreren Personen kann er mit Einzel- oder Doppelkabine angefordert werden. In der Variante als Dreiseitenkipper ist er in einer besonders soliden Qualität gebaut und eignet sich umso mehr für die Transportaufgaben im Garten- und Landschaftsbau. Die Sicherheitsmaßnahmen für die Aufbauten werden durch Dekra und TÜV geprüft, zertifiziert und überwacht. Der einteilige, 3 mm dicke Stahlblechboden ist mit dem Außenrahmen verbolzt und komplett feuerverzinkt und sorgt damit für eine hohe Ladestabilität. Die Kippung der Ladefläche erfolgt über ein Elektrohydraulikaggregat, das vom Armaturenbrettschalter gesteuert wird und eine automatische Endabschaltung hat. Die 400 mm hohe Stirnwand besteht aus einem Aluprofil mit eloxierter Verstärkungskante, ebenso die Seiten- und Heckwand. Als Aufbauhöhe über dem Fahrgestell sind 265 mm erlaubt. Das Pritschengewicht beträgt je nach Version 540 bis 680 kg. Im Rahmen der zusätzlichen Ausstattungsmöglichkeiten sind beispielsweise Stirnwandschutzgitter, ein Alubrett- oder Laufgitteraufsatz sowie eine Anhängerkupplung verfügbar.

Der Unimog wird im Einsatz mit Anbaugeräten zu einem vielseitigen Helfer. Foto: Daimler AG

Zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten

Für den Transport mit geschlossener Ladefläche eignet sich beispielsweise der Renault Kangoo, bei dem die Wahl zwischen drei verschiedenen Radständen besteht. Er lässt sich zudem als Kasten, Doppelkabine oder Combi ausstatten. Auch bei Renault wird ein Augenmerk auf Komfort gelegt. Die Fahrerkabine ist ergonomisch gebaut, und moderne Technologien wie die Berganfahrhilfe und das Kommunikationstool R-LINK unterstützen den Fahrer bei der Arbeit. Im Kangoo Rapid, Rapid Compact und Rapid Maxi ist eine optionale Beifahrerdoppelsitzbank erhältlich, so dass drei Sitze zur Verfügung stehen. Mit dem Renault Kangoo Rapid Maxi Doppelkabine können fünf Personen mitfahren und, bei umgeklappter Rücksitzbank, entsteht eine Ladelänge von 2 m.

Es bestehen zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, verblecht oder verglast, wahlweise mit oder ohne seitliche Schiebetüren, asymmetrisch geteilte Hecktüren, Heckklappe oder Leiterklappe. Letztere sorgt dafür, dass auch lange, sperrige Gegenstände ohne Probleme transportiert werden können. Bei umgeklapptem Beifahrersitz vergrößert sich der Laderaum um 0,5 m 3 zusätzlich nutzbarem Raum. Damit erhöht sich auch die Laderaumlänge auf 2,11 m im Rapid Compact, 2,5 m im Rapid und 2,88 m im Rapid Maxi. Je nach Konfiguration, rangiert das Laderaumvolumen zwischen 1,3 und 4,6 m 3 . Der Kangoo ist mit der Navigationstechnik R-LINK Evolution ausgestattet: Neben der Lokalisierung des Zielortes lässt sich die Reichweite überprüfen und dank vernetzter Services die günstigste Strecke ohne Stau auswählen. Per Freisprecheinrichtung können Geschäftspartner oder Mitarbeiter über die Ankunft informiert werden. Die seitlichen Schiebetüren und die asymmetrisch geteilten Hecktüren mit einem Öffnungswinkel von 180° erleichtern den Zugang zum Laderaum.

Der Kangoo Rapid fährt sowohl mit Benzin- als auch mit Dieselmotor. Der Benzinmotor TCe 115 EDC unterstützt Komfort, Sparsamkeit und Reaktionsvermögen Das EDC-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe vereint den Komfort eines Automatikgetriebes mit dem Ansprechverhalten eines Schaltgetriebes. Der Motor erreicht bei 2000 U/min eine Leistung von 114 PS und gewährleistet dank des EDC-Getriebes ein ruhiges Fahrverhalten. Bei der Favorisierung von Dieselantrieb läuft der Kangoo auch mit dem Dieselmotor ENERGY dCi 75 und dCi 90. Diese Motoren sind kraftvoll und damit gut geeignet für den Einsatz im Garten- und Landschaftsbau. Dank Energierückgewinnung und Start-Stopp-Automatik zählt der Kangoo mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 4,3 l/100 km und CO 2 -Emissionen von 112 g/km zu den sparsamsten Fahrzeugen seiner Klasse. Die niedrigen Verbrauchswerte und das verlängerte Wartungsintervall von 40 000 km oder zwei Jahren reduzieren die Betriebskosten außerdem. Der Dieselmotor verfügt bei 4000 U/min über die volle Leistung seiner 110 PS. Damit kann er problemlos weite Strecken und die Beförderung schwerer Lasten zugleich bewerkstelligen. Das großzügige Drehmoment von 240 Nm steht ab einer Drehzahl von 1750 U/min zur Verfügung, um dynamisches Anfahren auch bei voller Beladung und kraftvolles Beschleunigen in
jeder Fahrsituation zu ermöglichen. Dabei beschränkt sich der Kraftstoffverbrauch auf 4,4 l/100 km (kombiniert) und die CO2-Emissionen auf 115 g/km.

Für Sicherheit von Personen und Ladung sorgen Frontairbags, Seitenairbags für Kopf und Brustkorb, Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern mit programmiertem Rückhaltesystem vorne, Anti-Submarining-Sitze für Fahrer und Beifahrer, ausgenommen Beifahrerdoppelsitzbank. Ein Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer regelt die bevorzugte Fahrgeschwindigkeit oder verhindert, das Überschreiten einer gewünschten Höchstgeschwindigkeit. Die gewählte Geschwindigkeit kann über die Bedienelemente am Lenkrad geändert werden. Mit der Rückfahrkamera hat der Fahrer auch den oft schlecht überschaubaren Heckbereich im Blick und das Einparken fällt leichter. Das Bild der Rückfahrkamera wird auf den Rückspiegel oder – bei Fahrzeugen mit R-LINK-Ausstattung – auf den Navigationsbildschirm übertragen. Die Kamera ist zudem direkt mit dem Rückfahrradar gekoppelt.

Der größte Vorteil des Unimog liegt in seiner guten Geländegängigkeit. Großdimensionierte Geländereifen sind gezielt für schwierige Geländefahrten und -arbeiten ausgerichtet. So fährt der Unimog auch ohne Probleme durch Sand und Geröll und an schrägen Geländeflächen. Foto: Daimler AG

Das umweltfreundliche Modell

Für umweltbewusste Gartenbauer stellt Renault den elektrisch betriebenen Kangoo Z.E. zur Verfügung. Dank der neuen Z.E. 33 Batterie (33 kWh) kann der Renault bis zu 270 km weit fahren, d. h. bis zu 200 km unter Realbedingungen. Das ist die beste Reichweite auf dem Markt für elektrische Transporter. Die Reichweite kann zudem durch den Eco-Modus gesteuert werden: Bei Aktivierung des Eco-Modus, wird der Motor gezügelt. Dadurch kann man bis zu 10 Prozent mehr an Fahrdauer gewinnen. Faktoren wie Fahrweise, Geschwindigkeit, Topografie, Zuladung, Außentemperatur und Nutzungsgrad elektrischer Verbraucher haben Einfluss auf die tatsächliche Reichweite. Die meisten Faktoren können vom Fahrer beeinflusst und sollten von ihm kontrolliert werden. Zum Optimieren der Reichweite haben die Ingenieure von Renault ein System entwickelt, das die Brems- und Bewegungsenergie zurückgewinnt. Die Batterie lädt sich auf, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, aber auch wenn er auf das Bremspedal tritt. Auch ein angenehmes Klima im Fahrerraum ist gewährleistet: Mit der Wärmepumpe wird eine Klimaanlage oder Heizung, die die Batterie des Wagens schont, betrieben. Die umschaltbare Klimaanlage bezieht die Energie zum Heizen oder Kühlen des Innenraums nicht aus der Batterie, sondern aus der Außenluft. Für mehr Performance sollen Michelin Energy Saver Reifen sorgen. Mit ihrem niedrigen Rollwiderstand, der keinen Einfluss auf das Bremsverhalten und die Straßenlage hat, schonen sie die Reichweite der Batterie. Ein Ecometer zeigt dem Fahrer an, wie weit er noch fahren kann. Dieses hinter dem Lenkrad sitzende Tool zeigt dem Fahrer auch an, ob Energie gerade verbraucht oder zurückgewonnen wird.

Allradantrieb für die harten Anforderungen

Für Transporte von schweren Objekten, wie Pflastersteine oder größere Baumpflanzen und bei schwierigem Gelände unterstützt ein Allradantrieb die Transportarbeiten im Garten- und Landschaftsbau. Hier muss der Unimog von Mercedes Benz genannt werden, der zugleich ein leistungsstarker Geräteträger mit hoher Geländetauglichkeit ist. Man kennt ihn vor allem als typisches Militärfahrzeug. Aber auch für den gewerblichen Gebrauch wird der Unimog aufgrund seiner Vielseitigkeit gerne eingesetzt, zum Beispiel als Kipper, Schlepper oder Kleinlaster. Das stärkste Modell verfügt über einen Dieselmotor mit 299 PS. Obwohl die Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren können, sind die meisten Modelle mit einem Schaltgetriebe ausgestattet.

Der Unimog zählt nicht zu den schnellsten Lkw, verfügt aber über eine große Zugkraft, wobei die Stärke zwischen 156 PS bis 289 PS variieren. Der größte Vorteil des Unimog liegt in seiner guten Geländegängigkeit, was ihn für den Garten- und Landschaftsbau prädestiniert. Großdimensionierte Geländereifen sind gezielt für schwierige Geländefahrten und -arbeiten ausgerichtet. So fährt der Unimog ohne Probleme durch Sand und Geröll und an schrägen Geländeflächen. Für besonders schwere Anforderungen ist der Unimog U 529 mit einem Tandem-Abschiebewagen (Abschiebewagen mit Tandem-Doppelachse) ASW 271 Gigant der Fliegl Agrartechnik GmbH geeignet. Er profitiert von einer großen Wendigkeit, dank des kurzen Radstands von 3350 mm in Verbindung mit dem hohen Lenkeinschlagswinkel. Mit einer Motorleistung von 210 kW (285 PS) zieht er auch schwerere Anhängelasten mit autobahntauglichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Das selbsttragende Abschiebe-System des Fliegl-Abschiebewagens ermöglicht höhere Ladevolumen durch eine Press-Verdichtung um bis zu 60 Prozent. Eine hohe Standsicherheit gewährleistet der niedrige Schwerpunkt. Für ausreichende Traktion bei Fahrten durch den Wald oder durch feuchtes Gelände sorgt eine vom Fahrerplatz aus bedienbare Reifendruck-Regelanlage. Der Reifendruck kann je nach Gelände abgesenkt oder wieder erhöht werden. 

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe NEUE LANDSCHAFT 09/2018 .

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